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28.01.2014

11:41 Uhr

Europawahl

Magere Beteiligung bei Grünen-Abstimmung

Wenig Gegenliebe fürs amerikanische Modell: An der EU-weiten Online-Abstimmung über das Spitzenduo der Grünen haben sich nur 20.000 Bürger beteiligt. Das digitale Demokratieexperiment war auch in der Partei umstritten.

Die deutsche EU-Abgeordnete und Grünen-Fraktionschefin Rebecca Harms stand für das Spitzenduo zur Wahl. Auch sie dürfte von der Wahlbeteiligung enttäuscht sein. dpa

Die deutsche EU-Abgeordnete und Grünen-Fraktionschefin Rebecca Harms stand für das Spitzenduo zur Wahl. Auch sie dürfte von der Wahlbeteiligung enttäuscht sein.

BerlinDie EU-weite Abstimmung über das Spitzenduo der Grünen für die Europawahl im Mai ist deutlich unter den Erwartungen geblieben. An der seit November laufenden und am Dienstagabend endenden Online-Abstimmung der europäischen Grünen haben sich nach Parteiangaben lediglich rund 20 000 Bürger beteiligt. Gehofft hatten die Grünen nach offiziell nicht bestätigten Angaben auf etwa 100 000 Stimmen aus allen EU-Ländern. Das endgültige Ergebnis soll an diesem Mittwoch in Brüssel bekanntgegeben werden.

Die Grünen ließen als erste und einzige Partei alle Bürger in der EU über ihre beiden Top-Kandidaten für die Europawahl abstimmen - erstmals per Handy und Internet und nach dem Vorbild von US-Vorwahldebatten („primaries“). Teilnehmen konnten alle in der EU lebenden Bürger über 16 Jahre. Das digitale Demokratieexperiment war auch in der Partei umstritten.

Die Sperrklauseln zur Europawahl in den einzelnen EU-Ländern

Keine

Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Großbritannien, Irland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Spanien, Zypern.

3 Prozent

Deutschland, Griechenland

4 Prozent

Italien, Österreich, Schweden, Slowenien.

5 Prozent

Frankreich*), Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn.

*) In Frankreich gelten Sperrklauseln je Wahlkreis, in allen anderen Ländern landesweit.

5,88 Prozent

Bulgarien

Die Klausel in Bulgarien variiert leicht von Wahl zu Wahl, da sie jeweils nach Zahl der gültigen Stimmen neu festgelegt wird.

Zur Wahl standen aus Deutschland die Fraktionschefin der europäischen Grünen, Rebecca Harms, und die Europaabgeordnete Franziska (Ska) Keller. Die anderen zwei Kandidaten waren die Ko-Chefin der Europa-Grünen Monica Frassoni aus Italien und der französische Globalisierungsgegner José Bové.

Von

dpa

Kommentare (2)

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HofmannM

28.01.2014, 12:15 Uhr

Endlich mal eine Gute Nachricht! Die Grünen sind in Europa auf den Rückzug. Weiter so!

Account gelöscht!

29.01.2014, 08:32 Uhr

Das ist eine gute Nachricht!
Die Grünlinge sind nicht nur in Deutschland auf dem absteigenden Ast (6-8%) sondern auch in der EU.
Es haben nur 20.000 abgestimmt, gehofft hatten sie auf 100.000. Da wird sie wohl auch nicht die 3%-Hürde "retten".
Die Grünlinge haben fertig, Flasche leer!
Sie können dann ihren Veggie-Day in ihrer Sekte selbst feiern.

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