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14.08.2014

11:39 Uhr

Eurozone

Niedrigste Inflation seit fünf Jahren

Niedrige Inflation: Die Teuerungsrate in der EU hat im Juli den niedrigsten Wert seit Oktober 2009 erreicht. Das ist weit weniger als der EZB lieb sein kann. Die Währungshüter streben zwei Prozent an.

Die Jahresteuerung wurde insbesondere durch fallende Energiekosten gedämpft. dpa

Die Jahresteuerung wurde insbesondere durch fallende Energiekosten gedämpft.

BrüsselDie Preise in der Euro-Zone steigen kaum noch. Im Juli legten sie zum Vorjahresmonat nur noch um 0,4 Prozent zu, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Donnerstag nach endgültigen Berechnungen mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit Oktober 2009. Im Juni lag die Inflationsrate noch bei 0,5 Prozent. Zum Vormonat fielen die Preise im Juli um 0,7 Prozent und damit etwas stärker als erwartet.

Die Jahresteuerung wurde insbesondere durch fallende Energiekosten gedämpft. Sie gaben um ein Prozent nach. Die Preise für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak fielen um 0,3 Prozent. Für Restaurantbesuche und Mieten mussten die Bürger jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die entsprechenden Kosten stiegen um 1,5 beziehungsweise 1,3 Prozent. Die Inflationsrate ist insgesamt weit niedriger als der EZB lieb sein kann. Diese hatte den Leitzins auf ihrer jüngsten Sitzung auf dem Rekordtief von 0,15 Prozent belassen.

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Der Preisauftrieb in Deutschland ist so schwach wie seit Jahren nicht mehr. Verbraucher können sich immerhin über deutlich gesunkene Energiepreise freuen. Die jährliche Teuerungsrate rutscht auf 0,8 Prozent ab.

Die Währungshüter streben eine Preissteigerungsrate von knapp zwei Prozent an. Sie rechnen jedoch vorerst nicht damit, dass dieses Ziel erreicht wird. Die Gefahr einer Deflation – also eines Preisverfalls auf breiter Front - sieht die EZB derzeit nicht, auch wenn in einzelnen Ländern die Inflationsrate unter der Null-Linie liegt: so in Griechenland (minus 0,8 Prozent), Portugal (minus 0,7 Prozent), Spanien (minus 0,4 Prozent) und Slowakei (minus 0,2 Prozent).

In Deutschland fiel die Teuerung mit 0,8 Prozent doppelt so hoch aus wie in der Euro-Zone. Falls sie im Währungsraum noch stärker als erwartet abflauen sollte, will die EZB notfalls mit einem Wertpapierankaufprogramm in großem Stil gegensteuern. Eine solche massive Geldspritze für die Wirtschaft gilt als letztes Mittel, um eine Deflation zu verhindern.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Manfred Zimmer

14.08.2014, 11:59 Uhr

Vor allem wurden alte Videorecorder immer billiger!

Künftig werden dann die Preise nach EU-Vorschrift auch für Prostitution, Drogenhandel und Schmuggel eingerechnet.

Was sich als Scherz liest, ist aber absofort so. Kaum zu glauben, was sich Brüssel alles einfallen lässt!

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