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28.02.2017

14:00 Uhr

Ex-Präsident Bush

Politisches Klima in USA „ziemlich übel“

Der frühere US-Präsident George W. Bush ist grundsätzlich optimistisch, aber das aktuellen politischen Klima beobachtet er besorgt. Indirekt kritisiert Bush Trump für seinen Rassismus und Protektionismus.

Der ehemalige US-Präsident distanzierte sich zuletzt in einem Gespräch mit dem TV-Sender NBC klar von der Einwanderungspolitik Trumps. AP

George W. Bush

Der ehemalige US-Präsident distanzierte sich zuletzt in einem Gespräch mit dem TV-Sender NBC klar von der Einwanderungspolitik Trumps.

WashingtonDer frühere US-Präsident George W. Bush hat das politische Klima unter dem neuen Amtsinhaber Donald Trump als „ziemlich übel“ bezeichnet. „Ich mag keinen Rassismus, ich mag keine Beschimpfungen und ich mag nicht, wenn sich Menschen entfremdet fühlen“ sagte der 70-Jährige in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview des Magazins „People“. Allerdings sei er für die Zukunft optimistisch. „Wir sind bereits früher durch solche Phasen gegangen und haben immer einen Weg herausgefunden“. Bush und andere führende Republikaner hatten Trump während der Präsidentenwahl nur zurückhaltend unterstützt.

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Am Montag hatte sich Bush in einem Gespräch mit dem TV-Sender NBC klar von der Einwanderungspolitik Trumps distanziert. Er sei für eine Willkommenskultur und eine Politik, die sich an das Gesetz halte. Zugleich bezeichnet er die von Trump heftig kritisierten Medien als unerlässlich für die Demokratie. „Unabhängige Medien sind nötig, um Menschen wie mich in die Verantwortung zu nehmen. Medien sind wichtig, um Menschen, die ihre Macht missbrauchen, zur Rechenschaft zu ziehen.“

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Trump hat wiederholt die Presse angegriffen und sie als „Feinde des Volkes“ bezeichnet. Auch in der Einwanderungspolitik fährt der Präsident einen konfrontativen Kurs: Er ordnete ein Einreiseverbot gegen Bürger einiger muslimisch geprägter Ländern an. Die US-Gerichte setzten dieses außer Kraft, doch die Regierung arbeitet an einem neuen Erlass.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Andreas Kertscher

28.02.2017, 14:40 Uhr

Diese Reuters-Kommentare sind sehr mit Vorsicht zu geniessen, weil faktisch falsch und durch ´Interpretationen´ manipuliert. Sehen Sie das Interview selbst unter http://www.nbcnews.com/news/us-news/george-w-bush-free-press-indispensable-democracy-n726141
Er hat Trump nicht mit einem Wort kritisiert. Er hat nicht diese Presse als unerlässlich bezeichnet, sondern eine freie, demokratische Presse. Er hat eine Einwanderungspolitik gefordert, die sicherstellt, daß keine Gefahren ins Land geholt werden. Das Gleiche will auch Trump. Weil das existierende System unsicher ist, wie vielfach gezeigt, will er einen 90-Tage-Stop, um das System zu verbessern. Bush fordert ein sicheres System, gibt Trump also durch die Blume Recht und verweigert dem Moderator eine Schwarz/Weiss-Antwort.

Herr P. A.

28.02.2017, 17:38 Uhr

Herr Kertscher, von den 90 Tagen um das System zu verbessern, sind schon ca 30 rum.
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was da jetzt kommt, damit es "sicher" würde.
Gegenüber jetzt als proklamiert "unsicher".
Unsicher ist nur die Wirtschaft. Und jedes Steuerpaket muss jetzt erstmal richtig, richtig was kosten, nur um diese Verunsicherung hinsichtlich Mauer und Einreise auszubügeln.

Zur Kritik an Trump: Im Titel steht das Attribut "indirekt".

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