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29.12.2011

14:22 Uhr

Experten-Meinung

Putins Rückkehr trübt US-Beziehungen

Wladimir Putin verkörpert laut Experten ein Russland, das Amerika „nicht will“. Seit der Ankündigung von Putins Kreml-Rückkehr kriselt es im Verhältnis mit den USA. Moskau wirft den USA nun Völkerrechtsverletzungen vor.

Wladimir Putin auf einer Pressekonferenz. AFP

Wladimir Putin auf einer Pressekonferenz.

MoskauDie für 2012 geplante Rückkehr des russischen Regierungschefs Wladimir Putin in den Kreml trübt nach Ansicht russischer Experten schon jetzt die Beziehungen mit den USA. „Putin ist der Inbegriff der Idee von Russland als einem Weltzentrum der Macht (...), das Amerika nicht will“, sagte der Chef des internationalen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow, der Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ (Donnerstag).

„Dort (in den USA) möchten sie auf keinen Fall eine Rückkehr Putins an die Macht“, sagte Puschkow. Putin, der bereits von 2000 bis 2008 Präsident war, will sich am 4. März wieder in den Kreml wählen lassen. Der von Kremlchef Dmitri Medwedew und US-Präsident Barack Obama ausgerufene „Neustart“ in den bilateralen Beziehungen sei beendet, schrieb die Zeitung.

Die scharfe Kritik von US-Außenministerin Hillary Clinton an der von Fälschungsvorwürfen überschatteten russischen Parlamentswahl habe den tiefen Riss deutlich gemacht, sagte Puschkow. Auch der Ton des russischen Führungstandems habe sich zuletzt verschärft, schrieb „Wedomosti“. Vor wenigen Wochen hatte Medwedew die Stationierung von Raketen in der Ostsee-Exklave Kaliningrad rund um das frühere Königsberg angekündigt.

Scharf kritisierte das Außenministerium in Moskau die USA in einem erstmals vorgelegten Menschenrechtsbericht, wie die Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ berichtete. Bekanntestes Beispiel sei das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba. Russland warf den USA zudem vor, in Kriegsgebieten und bei der Terrorbekämpfung gegen das Völkerrecht zu verstoßen. Washington reagierte gelassen. Die USA kritisieren seit Jahren schwere Menschenrechtsverstöße weltweit, auch in Russland.

Von

dpa

Kommentare (1)

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29.12.2011, 17:39 Uhr

Was heisst hier denn "Was Amerika nicht will"? Russland ist Russland und Amerika ist Amerika. Dieses moralisierende Amerika ist verdorben bis auf die Grundmauern oder Knochen. In diesem moralisch "hochanständigen" Land laufen Kriegsverbrecher immer noch frei rum. Kriegsverbrecher Namens Bush, Cheny, Rumpsfeld und Rice. Klar, so was haben die Russen so nicht zu bieten und das gefällt den Amis natürlich nicht.

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