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15.05.2013

23:50 Uhr

Expertenausschuss

Zyperns Banken scheitern im Kampf gegen Geldwäsche

Zypern bekommt offenbar sein Problem mit der Geldwäsche nicht in den Griff. Bei einem Besuch im März stellten Experten fest, dass Kontrollen nicht recht greifen. Auf Seiten der Banken fanden sie erstaunliche Lücken.

Scheine auf der Leine? Zypern kommt bei der Bekämpfung der Geldwäsche nicht recht voran. dpa

Scheine auf der Leine? Zypern kommt bei der Bekämpfung der Geldwäsche nicht recht voran.

HelsinkiDie zyprischen Banken können einer Studie zufolge bislang keine Erfolge bei der Bekämpfung von Geldwäsche vorweisen. Wie aus einem Bericht vom Expertenausschuss Moneyval des Europarates und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervorgeht, ist das Bankensystem des klammen Eurolandes sogar noch anfälliger als zuvor befürchtet.

Die Schutzmaßnahmen und Kontrollen der Kreditinstitute seien in einigen Fällen mangelhaft gewesen. Die zyprischen Banken wüssten manchmal nicht einmal, wer ihre Kunden tatsächlich seien. Außerdem hätten die Banken eine beträchtliche Zahl von verdächtigen Transaktionen nicht an die Behörden gemeldet.

Der Bericht datiert vom 10. Mai. Die Experten des Komitees hätten Zypern vom 19. Bis 31. März besucht. Moneyval habe danach seine zuvor günstigere Einschätzung "deutlich revidiert", hieß es weiter. Zuletzt hatte sich der Ausschuss Zypern Ende 2011 angesehen.

Die Geldwäsche in Zypern war eins der am stärksten kritisierten Probleme, als es um die Rettung für das Mittelmeerland ging. Der Inselstaat erhält Hilfskredite in Milliardenhöhe von seinen internationalen Geldgebern.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Klaus

16.05.2013, 00:29 Uhr

Na und, wo ist das Problem? Deutschland zahlt.

Rolando

16.05.2013, 02:22 Uhr

Wie ich sehe sind die Zyprioten wie immer "auf einem guten Weg", brauchen aber "mehr Zeit" und das total alternativlos.

Na ja 10 Mrd mehr oder weniger in den Gully gekippt ist ja nur eine unsignifikate Nachkommastelle im Rettungswahnsinn.

Widerstand

16.05.2013, 02:22 Uhr

Nur weiter so! Über die sogenannte Euro-"Rettung" entwickelt sich Deutschland zum Hauptfinanzier der Mafia. Es muss doch möglich sein, mit diesem Rettungswahn unser Vermögen und unsere Steuergelder endlich mal komplett zu vernichten!

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