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09.02.2017

14:58 Uhr

Explosion in Maschinenhalle

Unfall im nordfranzösischen AKW Flamanville

Im französischen Atomkraftwerk Flamanville am Ärmelkanal gab es eine Explosion. Der Kraftwerksbetreiber EDF sowie die Atomaufsichtsbehörde beschwichtigen, die Situation sei unter Kontrolle.

Unfall in französischem Flamanville

Verletzte bei Explosion in Atomkraftwerk

Unfall in französischem Flamanville: Verletzte bei Explosion in Atomkraftwerk

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ParisIm französischen Atomkraftwerk Flamanville am Ärmelkanal hat es am Donnerstag eine Explosion gegeben. Ein Vertreter der Präfektur des Departements Manche im Nordwesten Frankreichs sagte jedoch, es bestehe keine „nukleare Gefahr“. Radioaktive Strahlung trat laut der Behörde nach der Detonation nicht aus und der Vorfall sei unter Kontrolle gebracht worden. Zu näheren Angaben zu dem Vorfall verwies die Behörde auf den Kraftwerksbetreiber.

Laut dem Stromkonzern und Akw-Betreiber EDF war das Feuer im Maschinenraum einer der zwei Atomreaktoren von Flamanville ausgebrochen. Der Brand sei allerdings sofort durch die Werksfeuerwehr gelöscht worden. Der Reaktor Nummer Eins sei vom Netz genommen worden, hieß es weiter. Fünf Menschen erlitten eine leichte Rauchvergiftung.

Das Kraftwerk an der französischen Ärmelkanal-Küste besteht aus zwei Druckwasser-Reaktoren. Der erste Block, in dem sich der Zwischenfall ereignete, ging Ende 1985 in Betrieb, der zweite ein halbes Jahr später. Seit Ende 2007 ist ein dritter Reaktorblock in Bau. Er soll nach EDF-Angaben nach mehrjähriger Verzögerung 2018 fertiggestellt werden und ans Netz gehen.

Der Unfall hat auch die Grünen in Deutschland alarmiert. „Die Sicherheitskultur in französischen AKW lässt zu wünschen übrig, gerade Brände oder Rauchentwicklung gibt es bedenklich oft“, sagt die atompolitische Sprecherin der Partei, Sylvia Kotting-Uhl. Allein im grenznahen AKW Cattenom habe es davon seit 2012 etwa fünf Mal so viele wie in allen deutschen AKW zusammen. „Die Bundesregierung muss mehr dafür tun, damit wenigstens Cattenom und Fessenheim endlich vom Netz gehen“, so die Grünen-Politikerin.

Kommentare (3)

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09.02.2017, 12:43 Uhr

Wo ist jetzt das Problem?

Herr Riesener Jr.

09.02.2017, 13:28 Uhr

Egal wo im Atom-Land Frankreich etwas explodiert, man sollte bei uns sofort Jod-Tabletten ausgeben und den französischen Botschafter einbestellen.
Die Franzosen sollen endlich ihre Meiler abschalten, damit sie bei der CO2-Bilanz nicht dauernd viel besser dastehen als wir Deutschen, obwohl wir jedes Jahr 'zig Milliarden für Erneuerbare ausgeben.

Herr Holger Narrog

09.02.2017, 14:11 Uhr

Der Einschub über den Reaktorunfall in Fukushima ist erfrischend. Die Fotos sind grossartig. Einen Teil hatte ich noch nicht gesehen. Der Text ist abwegig. Der Kenntnisstand ist unterirdisch.

Schön wäre es wenn Sie hierzu die bekannten Berichte der IAEA, GRS (Gesellschaft für Reaktorsicherheit) und anderer seriöser Organisationen und Fachleute bemühen könnten.

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