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05.01.2017

15:03 Uhr

Explosion in Syrien

Autobombe tötet 14 Menschen

In der syrischen Küstenstadt Dschabla wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens 14 Menschen getötet. Es kam zu einer Explosion von einer Autobombe. Wer für den Anschlag verantwortlich ist, ist unklar.

Syrien

Anschlag tritt belebtes Geschäftsviertel

Syrien: Anschlag tritt belebtes Geschäftsviertel

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DamaskusBei der Explosion einer Bombe in der von der Regierung kontrollieren syrischen Küstenstadt Dschabla sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 14 Menschen getötet worden. Es sei unklar, ob es sich bei den Opfern nur um Zivilisten oder auch um Angehörige von Regimekräften handele, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Der regierungstreue Kanal Al-Ikhbaria berichtete von neun Toten und 15 Verletzten. Bilder des Sender zeigten stark zerstörte Autos und Häuser. Zunächst war unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

Im vergangenen Mai waren in Dschabla bei einem der verheerendsten Anschläge in Syrien mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Damals bekannte sich die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu dem Attentat.

Wer kämpft gegen wen in Syrien?

Regime

Anhänger von Präsident Baschar al-Assad kontrollieren weiter die meisten großen Städte wie Damaskus, Homs, Teile Aleppos sowie den Küstenstreifen am Mittelmeer. Syriens Armee hat allerdings viele Soldaten verloren und wird vor allem durch russische Kampfjets, iranische Kämpfer und die Schiitenmiliz Hisbollah unterstützt. Auch Verbände aus Afghanistan und dem Irak sollen aufseiten des Regimes kämpfen.

Islamischer Staat (IS)

Die Terrormiliz hat in den vergangenen Monaten große Teile ihres Gebietes verloren, herrscht aber immer noch in vielen Städten entlang des Euphrats und in Zentralsyrien.

Rebellen

Unzählige Rebellengruppen kämpfen in Syrien - von moderaten Gruppen, die vom Westen unterstützt werden, bis zu radikalen Islamisten, wie der früheren Nusra-Front. Immer wieder gehen die verschiedenen Truppen zeitweise Zweckbündnisse ein.

Kurden

Kurdische Streitkräfte beherrschen mittlerweile den größten Teil der Grenze zur Türkei. Sie sind ein wichtiger Partner des Westens im Kampf gegen den IS. Sie kämpfen teilweise mit Rebellen zusammen, kooperieren aber auch mit dem Regime in Damaskus.

Die USA und der Westen

Washington führt den Kampf gegen den IS an der Spitze einer internationalen Koalition. Kampfjets fliegen täglich Angriffe. Beteiligt sind unter anderem Frankreich und Großbritannien. Deutschland stellt unter anderem sechs Tornados für Aufklärungsflüge.

Russland

Seit einem Jahr fliegt Russlands Luftwaffe Angriffe in Syrien und steht an der Seite von Machthaber Assad. Russland bekämpft offiziell den IS, greift aber den Angaben zufolge immer wieder auch moderate Rebellengruppen an, die Seite an Seite mit Dschihadisten kämpfen.

Iran

Teheran ist der treueste Unterstützer des Assad-Regimes. Nach Angaben Teherans sind Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden als militärische Berater der syrischen Armee im Einsatz.

Saudi-Arabien und die Türkei

Riad und Ankara sind wichtige Unterstützer von Rebellen. Sie fordern den Sturz Assads. Saudi-Arabien geht es darum, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Der Iran ist der saudische Erzrivale im Nahen Osten. Die Türkei will eine größere Selbstbestimmung der Kurden in Nordsyrien verhindern.

Dschabla liegt am Mittelmeer nur wenige Kilometer südlich der Luftwaffenbasis Hmeimim, dem Dreh- und Angelpunkt für Russlands Militäreinsatz in Syrien. Die russischen Streitkräfte sind im Bürgerkrieg wichtigster Verbündeter des Machthabers Baschar al-Assad.

Syriens Küstenregion ist fest in der Hand von Regierungskräften. Dort leben viele Alawiten. Der Religionsgruppe, einer Nebenlinie des schiitischen Islams, gehören auch Assad und seine Familie an.

Von

dpa

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