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12.04.2011

06:44 Uhr

Explosion in U-Bahn

Lukaschenko verdächtigt das Ausland

Der Terroranschlag in der Minsker U-Bahn hat bislang elf Todesopfer gefordert. Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko vermutet die Drahtzieher im Westen.

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko. Quelle: dpa

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko.

MinskDie weißrussische Regierung hat die Explosion in der Minsker U-Bahn als Gewaltverbrechen verurteilt, mit dem die Stabilität im Land untergraben werden solle. Die Täter müssten gefunden und bestraft werden, sagte Präsident Alexander Lukaschenko am Montag im Fernsehen. Die Zahl der Toten gab er mit elf an, rund 100 Menschen seien verletzt worden. „Ich schließe nicht aus, dass das ein Geschenk des Auslands war“, sagte der autokratisch regierende Staatschef, der nach der Niederschlagung von Oppositions-Kundgebungen von westlichen Ländern mit einem Einreiseverbot belegt ist.

Die Explosion in einem U-Bahnhof im Stadtzentrum etwa 100 Meter entfernt von dem Verwaltungsgebäude des Präsidialamtes ereignete sich einem Augenzeugen zufolge kurz nach der Einfahrt eines Zuges. „Die Türen des Zuges haben sich gerade geöffnet, als es zu der Explosion kam“, sagte der Mann. „Ich sah Menschen regungslos auf dem Boden liegen und eine Menge Blut“. Präsident Alexander Lukaschenko regiert die ehemalige Sowjetrepublik seit 1994 mit eiserner Faust. Mehrmals hat er Demokratiebewegungen und Proteste der Opposition niederschlagen lassen.

Von

rtr

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