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21.03.2017

20:35 Uhr

Exporte schrumpfen

US-Außenhandelsdefizit 2016 weiter gestiegen

Das US-Handelsdefizit ist im vergangenen erneut gestiegen – auf 481,2 Milliarden Dollar. Die Exporte verringerten sich um 30 Milliarden Dollar, zugleich sanken die Importe aber nur um 12,3 Milliarden Dollar.

Weil immer weniger Güter aus den USA exportiert werden, die Zahl der importierten Güter zugleich aber kaum abnimmt, fällt die Außenhandelsbilanz für das vergangene Jahr erneut schlecht aus. dpa

Negative Außenhandelsbilanz

Weil immer weniger Güter aus den USA exportiert werden, die Zahl der importierten Güter zugleich aber kaum abnimmt, fällt die Außenhandelsbilanz für das vergangene Jahr erneut schlecht aus.

WashingtonDas Defizit in der US-Handelsbilanz ist 2016 nochmals gestiegen. Das teilte das Statistikbüro BEA des US-Handelsministeriums am Dienstag in Washington mit. Das Handelsbilanzdefizit erhöhte sich demnach auf 481,2 Milliarden Dollar (aktuell 445 Mrd. Euro), im Vergleich zu 463 Milliarden Dollar im Jahr zuvor. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt lag das Defizit damit bei 2,6 Prozent.

Die Exporte aus den USA ins Ausland seien mit 3,14 Billionen Dollar um etwa 30 Milliarden Dollar geschrumpft, teilte die Behörde weiter mit. Die Importe verringerten sich allerdings nur um 12,3 Milliarden Dollar und betrugen insgesamt 3,62 Billionen Dollar.

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Im Verhältnis zu Deutschland ist das Defizit im Jahr 2016 deutlich gefallen – von 76,8 Milliarden auf 63,6 Milliarden Dollar. Auch im Vergleich zu China konnten die USA ihr Defizit verringern. Einem Minus von 362,3 Milliarden Dollar im Jahr 2015 standen im vergangenen Jahr nur noch 334,2 Milliarden Dollar gegenüber. Weiter gestiegen ist dagegen das Defizit zum Nachbarn Mexiko (79,2 Milliarden Dollar).

US-Präsident Donald Trump hält den starken Überhang an Importen aus dem Ausland für unfair der US-Wirtschaft gegenüber und fährt deshalb einen protektionistischen Kurs. Beim G20-Finanzministertreffen in Baden-Baden hatte die US-Delegation um Finanzminister Steven Mnuchin durchgesetzt, dass das Ziel des Vorantreibens des freien Handels in aller Welt innerhalb der Gruppe abgeschwächt wurde.

Von

dpa

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