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30.03.2011

01:45 Uhr

Extremisten im Irak

Blutiges Geiseldrama im Provinzparlament

Schwer bewaffnete Extremisten haben ein irakisches Provinzparlament gestürmt und die Abgeordneten festgehalten. Bei einer Befreiungsaktion irakischer Sicherheitskräfte starben nicht nur die Geiselnehmer.

Archivbild nach einem Selbstmordanschlag im Januar 2011 in Tikrit. Quelle: Reuters

Archivbild nach einem Selbstmordanschlag im Januar 2011 in Tikrit.

BagdadBei einer Geiselnahme im Provinzparlament in der Stadt Tikrit und der anschließenden Befreiungsaktion sind am Dienstag mindestens 58 Menschen ums Leben gekommen. Knapp 100 Menschen wurden dabei verletzt, berichtete der arabische Sender Al-Dschasira am Mittwochmorgen.

Unter den Getöteten sind Abgeordnete, Beamte, vier Generäle der irakischen Militärpolizei sowie ein Reporter des arabischen Nachrichtensenders Al-Arabija.

Die Behörden verhängten noch am späten Abend ein Ausgangsverbot für Tikrit, das knapp 80 Kilometer nördlich von Bagdad liegt.

Extremisten hatten am Dienstag das Provinzparlament gestürmt und die dort tagenden Abgeordneten als Geiseln genommen. Irakische Sicherheitskräfte stürmten wenige Stunden später das Gebäude, um die Geiseln zu befreien. Dabei starben sowohl die Geiselnehmer als auch ihre rund 30 Geiseln.

Bereits bei der Erstürmung des Parlaments durch die Extremisten am Vormittag waren zehn Menschen getötet worden. Die schwer bewaffneten Angreifer, von denen viele Polizeiuniformen trugen, zündeten vor dem Gebäude zwei Autobomben und lieferten sich mit den Sicherheitskräften ein Feuergefecht, ehe sie in den Sitzungssaal des Parlaments eindrangen. Dort nahmen sie die lokalen Volksvertreter als Geiseln.

Von

dpa

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