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01.10.2012

19:35 Uhr

EZB-Direktor Asmussen

Frau als oberste Bankenaufseherin empfohlen

Der deutsche Vertreter im Direktorium der Europäischen Zentralbank, Jörg Asmussen, warnt vor bestehenden Unklarheiten in puncto europäischer Bankenaufsicht. Für deren Spitze empfiehlt er indes bereits eine Frau.

Asmussen will nicht mehr über freien Direktoriumsposten streiten. dapd

Asmussen will nicht mehr über freien Direktoriumsposten streiten.

Frankfurt, WienEZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen rechnet nicht mehr mit einer einheitlichen europäischen Bankenaufsicht unter dem Dach der Notenbank zum Jahreswechsel 2012/13. „Die neue Struktur muss funktionieren können, denn sonst ist nichts gewonnen“, sagte Asmussen am Montagabend laut Redetext in Wien. „Es reicht nicht, wenn wir an den Eurotower in Frankfurt ein neues Schild mit der Aufschrift 'Europäische Zentralbank und Europäische Bankenaufsicht' nageln können, sich in der Sache aber noch nichts Substanzielles geändert hat. Deshalb ist es zweifelhaft, ob wir das Zieldatum 1. Januar 2013 halten können.“

Diejenigen Länder, die die Bankenaufsicht möglichst schnell unter der EZB zentralisieren wollen, warnte Asmussen vor einem Schnellschuss, dem sich die EZB verweigern werde: „All jenen, die auf die baldige Möglichkeit einer direkten Bankenrekapitalisierung durch den ESM schielen, und es dafür in Kauf nehmen würden, mit einem Schnellschuss und einer halbgaren Lösung bei der Bankenaufsicht zu starten, möchte ich klar sagen: nicht mit uns, dafür riskieren wir nicht die Reputation der EZB!“

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Damit die Europäische Zentralbank (EZB) auch personell auf oberster Ebene gerüstet sei für neue, umfangreichere Aufgaben, forderte Asmussen ein Ende des Streits mit dem Europäischen Parlament über die Besetzung des vakanten Direktoriumspostens mit dem Luxemburger Yves Mersch. Das Parlament blockiert die Berufung Merschs mit dem Argument, es können nicht angehen, dass in EZB-Rat und -Direktorium keine einzige Frau sitze. „Man sollte diese richtige Debatte nicht auf dem Rücken von Yves Mersch austragen“, sagte Asmussen. „Es wäre für das EZB-Direktorium in der jetzigen, schwierigen Lage gut, wenn wir rasch wieder vollständig wären, und jemand mit einer klaren Stabilitätsorientierung wie Yves Mersch würde uns mit seinem Sachverstand und seiner Erfahrung sehr helfen.“

Als eine Art Kompromiss brachte Asmussen – ohne sie zu nennen – indirekt die derzeitige Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, ins Gespräch für die Leitung der neuen Euro-Bankenaufsicht: „Es gibt zahlreiche fachlich sehr gute Bankenaufseherinnen in Europa. Die neu zu schaffende europäische Bankenaufsicht bietet eine gute Gelegenheit für mehr Frauen in europäischen Spitzenämtern.“

Von

rtr

Kommentare (17)

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MikeM

01.10.2012, 19:54 Uhr

"Die EZB werde nicht ihren Ruf riskieren"

Was glaubt der denn, wie gut der Ruf der EZB ist? Eine korrupte Bande von Südländern und Volksverrätern, die sich der verbotenen Finanzierung der PIGS verschrieben hat. Der Ruf könnte nicht schlechter sein!

Nurmalso2011

01.10.2012, 20:08 Uhr

Richtig, nehmt die Alte - Merkel ist schon längst ausgelutscht, und wir hätten sie damit zum Teufel gejagt.....

Rainer_J

01.10.2012, 20:50 Uhr

Zitat:"...dafür riskieren wir nicht die Reputation der EZB!"

Welche Reputation soll denn diese illegale Bad Bank, die bei den FPIGS unbegrenzt Staatsfinanzierung betreiben will, haben?

Dieser FPIGS-Verbrecherverein EZB ist dem Untergang geweiht.

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