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16.11.2012

12:23 Uhr

EZB-Direktorium

Entscheidung über Mersch steht bevor

Der Luxemburger Yves Mersch soll nächste Woche ins EZB-Direktorium gehievt werden. Dabei hatte sich das EU-Parlament mehrheitlich für eine Frau auf dem Posten ausgesprochen und auch Spanien hatte Mersch abblitzen lassen.

Yves Mersch muss nicht mehr lange warten, bis über seinen neuen Job entschieden wird. AFP

Yves Mersch muss nicht mehr lange warten, bis über seinen neuen Job entschieden wird.

BrüsselDie EU-Staats- und Regierungschefs werden nach Angaben aus Kreisen auf dem Gipfel kommende Woche über die Nominierung des Luxemburgers Yves Mersch für einen Posten im EZB-Direktorium entscheiden. Das am Donnerstag beginnende Treffen werde die Nominierung „kurz adressieren“, heißt es in einem schriftlichen Dokument zur Vorbereitung des Gipfels. „Wir erwarten, dass eine Entscheidung getroffen wird“, sagte ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Spanien hatte Mersch Anfang des Monats die Unterstützung versagt. Für eine Entscheidung ist eine „qualifizierte Mehrheit“ aller EU-Staaten nötig, die mit knapp drei Vierteln der Stimmrechte erreicht ist. Spanien alleine könnte Merschs Einzug in das Direktorium also nicht verhindern. Auch das Europäische Parlament hat Mersch seine Zustimmung mit dem Argument verweigert, es müsse eine Frau in das EZB-Direktorium einziehen. Das Parlament kann in dem Fall aber nicht mitentscheiden, sondern muss lediglich angehört werden.

Das sechsköpfige Direktorium bereitet die Sitzungen des EZB-Rats vor und führt die Notenbank im Tagesgeschäft. Neben dem italienischen EZB-Präsidenten Mario Draghi und seinem Vize Vitor Constancio aus Portugal gehören dem Direktorium der deutsche Ex-Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen und der Franzose Benoit Coeure an. Aus Belgien kommt EZB-Chefvolkswirt Peter Praet. Die Direktoriumsmitglieder werden für maximal acht Jahre bestellt. Letzte Frau in dem Gremium war die Österreicherin Gertrude Tumpel-Gugerell, deren Amtszeit im Mai 2011 zu Ende ging.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Mazi

16.11.2012, 22:15 Uhr

Luxemburg sollte Geld auf den EZB-Tisch legen und nicht mit seinen 0,17 % des Eigenkapitals seinen Sitz beanspruchen.

Ziel des Herrn Mersch kann es doch nur sein, die Bankenindustrie in Luxemburg zu Lasten der EZB und damit letztlich zu Lasten Deutschlands abzusichern.

Mit einer Beteiligung von 0,17 % an einem "Unternehmen" hat man maximal das Recht das Pförtnerhäuschen im Winter einzufordern.

Lassen wir die Kirche im luxemburgischen Dorf. Mersch ist auch keine Frau wie auf EU-Ebene bereits abschlägig festgestellt wurde und deshalb für die Besetzung disqualifiziert. Oder doch?

Um fair zu sein. Deutschland ist es selbst schuld. Wenn Deutschland keine guten Leute entsenden kann, dann müssen die Mersch's ran.

Hier noch ein Hinweis auf einen anderen Beitrag, der das Spiel besser erklärt:
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37981/1.html#37981_1

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