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16.12.2013

17:28 Uhr

EZB-Präsident

Draghi kritisiert Kompromiss zur Bankenabwicklung

Zu kompliziert und finanziell nicht ausreichend abgesichert: EZB-Präsident Mario Draghi hält den Kompromiss der EU-Finanzminister zur künftigen Abwicklung maroder Banken für falsch.

Strenger, kritischer Blick: EZB-Präsident Mario Draghi kritisiert den Kompromiss der Finanzminister. Reuters

Strenger, kritischer Blick: EZB-Präsident Mario Draghi kritisiert den Kompromiss der Finanzminister.

BrüsselEZB-Präsident Mario Draghi hat den vergangene Woche von den Finanzministern der Euro-Länder erzielten Kompromiss zur Abwicklung maroder Banken kritisiert. „Wir sollten keinen einheitlichen Abwicklungsmechanismus schaffen, der nur dem Namen nach einheitlich ist“, sagte Draghi am Montag im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel. Er sei besorgt, dass das jetzt gefundene Verfahren zu kompliziert sei und die Abwicklung einer in Schieflage geratenen Bank finanziell nicht ausreichend abgesichert sei.

Die Euro-Finanzminister haben vereinbart, dass ein neu geschaffenes Gremium von Aufsehern die Entscheidung über die Abwicklung einer Bank treffen soll, die dann von der EU-Kommission nur noch abgenickt wird. Sollten sich diese und das Gremium nicht einig werden, soll am Ende der Rat der Finanzminister seinen Segen geben.

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Wer zahlt für die Abwicklung maroder Banken? Die EU will die Last auf den Schultern aller Euroländer verteilen. Die deutschen Institute können trotzdem auf geringere Kosten hoffen – zumindest vorübergehend.

Deutschland hatte stets verlangt, dass nicht die EU-Kommission das letzte Wort haben dürfte. Das Verfahren soll in dieser Woche endgültig festgeklopft werden, ebenso wie das Prozedere zur Finanzierung einer Abwicklung über einen von der Branche selbst zu füllenden Fonds.

Von

rtr

Kommentare (2)

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r-tiroch@t-online.de

16.12.2013, 18:56 Uhr

der Draghi will ja auch nicht, dass die Aktionäre haften sollen, gell? also nur der Bankkunde den man Gläubiger nennt, alle über 100.000.-€ bei bank-und Staatsplpleiten alle Bankkunden auch unter 100.000.-€ und dann nochmal alle Steuerzahler. verkauft wird uns aber, dass der aussen vor sei, ihr Arschlöcher!!!

Rainer_J

16.12.2013, 19:48 Uhr

Es sieht wirklich so aus als wolle Draghi bereits zu Schrott gefahrener Autos nachträglich bei der Vollkasko-Versicherung anmelden.

Sowas nennt sich auch Versicherungsbetrug.

Man kann es nur wiederholen: In Südeuropa zahlen Reiche wesentlich weniger Steuern als in Deutschland.

Die FPIGS-Länder sollen endlich ihre Reichen richtig besteuern und damit ihre Banken sanieren. Der Versuch, deutsches Steuergeld zu stehlen, ist und bleibt unmoralisch!

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