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02.03.2012

01:48 Uhr

EZB-Präsident

Draghi verteidigt die strengen Haushaltsvorgaben

Rekord-Arbeitslosigkeit, schwächelnde Industrie und steigende Inflation. Die Euro-Zone hat an mehreren wirtschaftlichen Fronten zu tun. EZB-Präsident Mario Draghi bleibt in Bezug auf Fiskalreformen guter Dinge.

EZB-Präsident Mario Draghi Reuters

EZB-Präsident Mario Draghi

Brüssel EZB-Präsident Mario Draghi warnt vor Risiken für Europas Wirtschaft, sieht die Entwicklung aber insgesamt positiv. Die Lage sei deutlich besser als noch im November, sagte Draghi am Donnerstagabend beim EU-Gipfel in Brüssel.

Der Notenbanker verteidigte die strengeren Haushaltsvorgaben, durch die nach Lesart mancher Volkswirte gerade südeuropäische Länder in einen Abwärtsstrudel geraten sind. Eine Mischung aus Fiskal- und Wirtschaftsreformen sowie die Kreditvergabe der Europäischen Zentralbank seien die richtige Medizin. Mit einer Rekord-Arbeitslosigkeit, schwächelnder Industrie und steigender Inflation kämpft die Euro-Zone derzeit an mehreren Fronten gegen den wirtschaftlichen Abstieg.

Nach der jüngsten Geldspritze der Zentralbank über 530 Milliarden Euro zeigte sich Draghi „einigermaßen zufrieden“. Das Ziel, dass sich kleine und mittelgroße Banken beteiligten, sei erreicht worden.

Bei dem zweiten sogenannten Tender griffen am Mittwoch 800 zumeist südeuropäische Institute zu. Für die Kredite mit einer Laufzeit von drei Jahren müssen sie einen Zins von lediglich einem Prozent zahlen. Die Frankfurter Währungshüter verabreichten dem Finanzsystem damit binnen zwei Monaten mehr als eine Billion Euro an Billig-Krediten.

EZB-Chef

Mario Draghi - der Währungshüter im Portrait

EZB-Chef: Mario Draghi - der Währungshüter im Portrait

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Von

rtr

Kommentare (4)

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Machiavelli

02.03.2012, 07:00 Uhr

Zitat "griffen am Mittwoch 800 zumeist südeuropäische Institute zu - mehr als eine Billion Euro an Billig-Krediten"
und wie lange wird es dauern bis diese Liquidität oder Billig-Krediten, wegen der Leistungsbilanzdefizite dieser südeuropäische Länder, wieder Richtung Mitteleuropa (Deutschland) wandern. (14 Milliarden Leistungsbilanzüberschuss IM MONAT)
So lange nicht für ausgeglichene Leistungsbilanzen gesorgt wird, werden wir immer wieder auf Geldspritzen angewiesen sein.
Nur Haushaltsdisziplin reicht lange nicht.
Auch die Leistungsbilanzen müssen ausgeglichen sein!

Adam_Ries

02.03.2012, 07:37 Uhr

„Die Frankfurter Währungshüter verabreichten dem Finanzsystem damit binnen zwei Monaten mehr als eine Billion Euro an Billig-Krediten„
Die eine Billion Euro wird über die Leistungsbilanzungleichgewichte in die Kassen deutscher Großkonzerne wie VW, Mercedes, Siemens, etc., etc., Diese werden wiederum den Gewinn ins Nichteuroausland reinvestieren, was für die Konzerne gut ist, was aber für die Eurozone einer Kapitalflucht gleich kommt. Und... Wer soll das bezahlen, Wer hat das bestellt, Wer hat so viel Pinke-pinke, Wer hat so viel Geld?

Account gelöscht!

02.03.2012, 08:13 Uhr

Ich hab ne Idee...wir setzen einen Südländer, am besten einen Italiener an die Gelddruckmaschine....also einer aus genau dem Land wo die Mentalität auf Mittagsschlaf steht und wo damals noch 6 bis 7 stellige PReise im Supermarkt an den Preisschildern zu sehen waren.....wie findet ihr die Idee? :D

Oh zu spät, haben wir ja schon :D

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