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01.11.2011

09:47 Uhr

EZB

Was Experten von Draghi erwarten

Der Italiener Mario Draghi rückt in einer schweren Stunde an die Spitze der EZB. Was Banker und Top-Ökonomen von ihm erwarten.

Andreas Schmitz, Sprecher des Vorstandes bei HSBC Trinkaus, und Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken dpa

Andreas Schmitz, Sprecher des Vorstandes bei HSBC Trinkaus, und Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken

„Mario Draghi übernimmt das Amt des EZB-Präsidenten in schwierigen Zeiten. Zwei Herausforderungen stehen dabei im Vordergrund: 1. Die Staatsschuldenkrise hat die Europäische Zentralbank in ein Dilemma gebracht, in dem die strikte Trennung von Fiskal- und Geldpolitik zu verschwimmen droht. Hier gilt es, das Vertrauen in die Unabhängigkeit der EZB wieder zu stärken.

2. Die großen wirtschaftlichen Unterschiede in Europa erfordern ein besonderes Fingerspitzengefühl der Geldpolitik. Das Ziel eines stabilen Euros ist dabei klar festgelegt. Es kann aber nur erreicht werden, wenn die europäischen Staaten einen überzeugenden wirtschaftspolitischen Reformkurs einschlagen. Insofern sind Draghi und der EZB-Rat hier auf die tatkräftige Unterstützung der Politik angewiesen.“

Andreas Schmitz, Präsident des Bankenverbandes und Sprecher des Vorstandes der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG

Kommentare (2)

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01.11.2011, 15:56 Uhr

Gut, dann bin ich heute mal Experte und erwarte, daß er italienische Staatsanleihen aufkauft. Das dürfte ihm als Italiener nicht besonders schwer fallen.
Vielleicht denkt er auch über einen EZB-Kredit zum Nullzins zur Abdeckung aller Schulden Griechenlads nach.

http://www.bps-niedenstein.de/

Malocher

01.11.2011, 16:56 Uhr

Mein Vater ist in der Immobilienbranche tätig und meinte neulich, zur Zeit suchen so viele wohlhabende Italiener in München Anlageobjekte, so was habe er noch nicht erlebt.
In gewisser Weise wird es Draghis Aufgabe sein, seinen Landsleuten das Geld dafür zu drucken, in dem er für hunderte von Euro-Milliarden praktisch wertlose italienische Staatsanleihen aufkauft. Draghi handelt knallhart im Interesse Italiens und im Einvernehmen mit einer Hochfinanzelite, die lieber inkognito bleibt.

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