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01.05.2014

15:31 Uhr

Facebook-Messenger

Iranische Behörden streiten um Whats-App-Verbot

Schlag gegen Mark Zuckerberg, den „amerikanischen Zionisten“: Eine iranische Behörde will WhatsApp verbieten. Die Regierung unter Präsident Ruhani ist absolut dagegen. Er befürwortet freien Zugang zu sozialen Netzwerken.

Die amerikanische Messenger-App WhatsApp und die chinesische Konkurrenzsoftware Laiwang und WeChat auf einem Smartphone-Bildschirm. Reuters

Die amerikanische Messenger-App WhatsApp und die chinesische Konkurrenzsoftware Laiwang und WeChat auf einem Smartphone-Bildschirm.

TeheranIm Iran ist ein offener Streit zwischen der Regierung und einer Zensurbehörde über ein Verbot des Kurznachrichtendienstes WhatsApp ausgebrochen. „Die Regierung ist absolut gegen das Verbot von WhatsApp“, sagte Kommunikationsminister, Mahmud Mehr, der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am Donnerstag.

Zuvor hatte der Leiter der Behörde für Internetkriminalität, Abolsamad Chorramabadi, zur Blockade des bei iranischen Smartphone-Besitzern beliebten Kommunikationsprogrammes mitgeteilt: „Der Grund dafür ist die Übernahme von WhatsApp durch den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der ein amerikanischer Zionist ist.“

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Irans Präsident Hassan Ruhani fordert ein Ende der militanten Rhetorik. Diese Art von „unnötiger Provokation“ könne dann Auslöser für Gegendrohungen werden. Mit dieser Strategie habe der Iran sich international isoliert.

Das Verbot von WhatsApp ist ein weiterer Rückschlag für die Politik des als moderat geltenden Präsidenten Hassan Ruhani. Dessen Regierung setzt sich für eine Aufhebung der Internetzensur ein. Demnach sollten alle Iraner freien Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter haben. Das islamische Establishment wertet diese Netzwerke jedoch als Spionageapparate der USA und bezichtigt Mitglieder der Sünde.

Von

dpa

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