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06.09.2011

19:38 Uhr

Fahrplan

Somalias Konfliktparteien peilen Einigung an

Die dreitägige Konferenz unter Leitung der Vereinten Nationen zeitigt Erfolge: Medienangaben zufolge haben sich die somalischen Konfliktparteien auf einen Fahrplan über die politische Zukunft des Landes geeinigt.

Im Zentrum der "Roadmap" steht die Aussöhnung der Konfliktparteien. Allerdings nahm die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz nicht an den Gesprächen teil. AFP

Im Zentrum der "Roadmap" steht die Aussöhnung der Konfliktparteien. Allerdings nahm die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz nicht an den Gesprächen teil.

Addis Abeba, MogadischuDie somalischen Konfliktparteien haben sich am Dienstag nach Medienberichten auf einen Fahrplan („Roadmap“) über die politische Zukunft des Bürgerkriegslandes geeinigt. Die Vereinbarung erfolgte nach einer dreitägigen Konferenz unter Leitung der Vereinten Nationen in Mogadischu, an der neben Vertretern der Übergangsregierung auch Gesandte der abgespaltenen Republik Puntland und anderer halbautonomer Gebiete teilgenommen hatten.

Eine Sprecherin der UN in New York bestätigte, dass „man in einigen Punkten zu einer Einigung gekommen ist. Es ist sehr wichtig, da über die Hälfte der somalischen Bevölkerung humanitärer Hilfe bedarf.“ Genaue Details zur Roadmap waren aus New York auf Anfrage zunächst nicht zu bekommen.

Unter anderem gehe es um die Einrichtung einer stabilen Regierung, nachdem die Übergangsregierung es nicht geschafft hatte, dauerhaften Frieden in Somalia zu erreichen, berichtete der arabische Sender Al-Dschasira. „Wir wollen uns ganz klar darum bemühen, die Roadmap auch umzusetzen, denn das somalische Volk hat viel gelitten“, sagte der somalische Präsident Sharif Scheich Ahmed.

In weiteren Punkten des Plans für das kommende Jahr geht es um die Aussöhnung der Konfliktparteien, die Sicherheit im Land und die Vorbereitung von Wahlen. Die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz nahm nicht an den Gesprächen teil.

Es war die erste wichtige politische Konferenz in Somalia seit vier Jahren. In dem Land am Horn von Afrika herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit 60 Jahren; mehr als vier Millionen Menschen brauchen Nahrungshilfe, 750.000 sind nach UN-Angaben vom Hungertod bedroht.

Von

dpa

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