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28.02.2017

09:48 Uhr

Falsche Umschläge bei Verleihung

Trump macht sich über Oscar-Panne lustig

Donald Trump wettert gegen die Oscar-Verleihung: Die Veranstaltung habe sich zu sehr mit der Politik beschäftigt. In der Tat ging es bei den Oscars politisch zu – mit dem US-Präsidenten in der Hauptrolle.

„Wer die Welt in Kategorien von „Wir“ und „unsere Feinde“ einteilt, schafft Angst“, erklärte der iranische Regisseur Asghar Farhadi bei den Oscars. AP

Kritik an Trump

„Wer die Welt in Kategorien von „Wir“ und „unsere Feinde“ einteilt, schafft Angst“, erklärte der iranische Regisseur Asghar Farhadi bei den Oscars.

Los Angeles/WashingtonZu viel Politik hat nach Meinung von US-Präsident Donald Trump zu der peinlichen Panne bei der Oscar-Show geführt. „Ich denke, sie waren so stark auf die Politik fokussiert, dass sie am Ende nicht mehr die Kurve gekriegt haben. Es war ein bisschen traurig“, sagte Trump am Montag dem rechten US-Portal Breitbart News.

Die Verkündung des falschen Siegers in der Kategorie für den besten Film am Ende der Verleihung habe den Glanz der Oscars geschmälert, fügte Trump hinzu. Er sei selbst mal bei der Verleihung des wichtigsten Filmpreises dabei gewesen. Die Gala am Sonntag habe sich aber nicht glamourös angefühlt: „Etwas ganz Besonderes hat gefehlt, und dann so zu enden, war traurig.“

Die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway hatten einen falschen Umschlag bekommen und deshalb fälschlicherweise zunächst das Musical „La La Land“ als Gewinner verkündet. Wenig später wurde korrigiert: Der wichtigste Oscar ging an das Drama „Moonlight“.

Anders als erwartet war bei der Show heftige und explizite Kritik an Trump und dessen Politik ausgeblieben. Der vielleicht politischste Moment war die Verleihung des Auslands-Oscars an den Film „The Salesman“ des iranischen Regisseurs Asghar Farhadi, der aus Protest gegen Trumps Einreisestopp nicht nach Hollywood gekommen war. „Wer die Welt in Kategorien von „Wir“ und „unsere Feinde“ einteilt, schafft Angst“, hieß es in einer Erklärung, die Farhadi verlesen ließ.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Tomas Maidan

28.02.2017, 14:01 Uhr

Unter Merkel wäre das nicht passiert. Bei uns ist alles ordentlich. Noch.

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