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27.12.2011

21:06 Uhr

Fed-Board

Obama nominiert Kandidaten für das Führungsgremium der Fed

VonRolf Benders

Der US-Präsident versucht in einem neuen Anlauf, den Gouverneursrat der US-Notenbank Fed zu besetzen. Dabei macht der Präsident auch ein Zugeständnis an die starke republikanische Opposition.

Präsident Barack Obama: Zugeständnis an die starke republikanische Opposition. Reuters

Präsident Barack Obama: Zugeständnis an die starke republikanische Opposition.

New YorkEin Demokrat und ein Republikaner sollen zwei vakanten Positionen im Gouverneursrat der US-Notenbank Fed besetzten. Präsident Barack Obama nominierte gestern, den 51-Jährigen Harvard-Wirtschaftsprofessor Jeremy Stein und den ehemaligen Private-Equity-Manager Jerome Powell (58) für die Positionen in dem siebenköpfigen Gremium, das die mächtigste Notenbank der Welt steuert.

Stein ist Demokrat und arbeitete zu Beginn von Obamas Amtszeit für fünf Monate im Finanzministerium und im Weißen Haus. Powell war Staatssekretär im Finanzministerium unter Obamas republikanischem Amtsvorgänger George W. Bush. Der Präsident muss bei solchen Nominierungen keinen Parteienproporz einhalten.

Da Stein und Powell aber vom Senat bestätigt werden müssen, gilt Powell als Zugeständnis an die starke republikanische Opposition. Diese hatte seinen letzte Nominierung, den Nobelpreisträger Peter Diamond, abgelehnt.

Stein lehrte bislang an den Eliteuniversitäten Harvard und MIT. Er profilierte sich unter anderem mit Bankenaufsichtsthemen. So machte er sich frühzeitig stark für höhere Kapitalanforderungen für Banken.

Mit Powell sitzt hingegen wieder ein Notenbanker mit Wall-Street-Erfahrung in der Führung der Fed. Er arbeitete unter anderem für die von der Schweizer UBS aufgekaufte Investmentbank Dillon Read, die später von der Deutschen Bank gekaufte Bankers Trust sowie die Private-Equity-FIrmen Carlyle und Global Environment Funds.

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