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06.06.2014

06:42 Uhr

Feiern zum D-Day

Unterkühltes Wiedersehen mit Putin

Auf den Schlachtfeldern an Frankreichs Kanalküste soll es Gespräche mit Russlands Präsident Putin geben. Es geht um Europas schwerste Sicherheitskrise seit Ende des Kalten Krieges. Doch schon der Start läuft nicht gut.

Angespannte Stimmung

Hollande und Cameron treffen Putin

Angespannte Stimmung: Hollande und Cameron treffen Putin

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Ouistreham70 Jahre nach der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg kommen die Staats- und Regierungschefs aus rund 20 Ländern zur zentralen Feier in die Normandie. Besondere Aufmerksamkeit gilt am Freitag dem ersten Auftritt von Russlands Präsident Wladimir Putin im Kreis westlicher Politiker seit der Eskalation der Ukraine-Krise Mitte März.

Bei einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Putin im französischen Deauville soll nach russischen Angaben ein Plan auf dem Tisch liegen, um die schwerste Sicherheitskrise in Europa nach Ende des Kalten Krieges zu entschärfen. Auch Merkel hatte sich seit der international scharf kritisierten Annektierung der Krim durch Russland vor knapp drei Monaten nicht mehr mit Putin getroffen.

Frankreichs Präsident Hollande hat es schon hinter sich: Das Treffen mit Putin. Reuters

Frankreichs Präsident Hollande hat es schon hinter sich: Das Treffen mit Putin.

Sollte die diplomatische Initiative scheitern, drohen die führenden westlichen Industriestaaten Russland schärfere Wirtschaftssanktionen an. Das kündigten die G7-Staaten auf ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag in Brüssel an.

Ob es am Rande der D-Day-Feierlichkeiten auch zu einem Treffen des Kremlchefs mit US-Präsident Barack Obama kommen wird, war im Vorfeld noch unklar. Obama, der Putin während seiner Europa-Reise immer wieder hart kritisiert hatte, schloss ein direktes Gespräch mit dem russischen Präsidenten nicht aus. „Sollten wir die Gelegenheit zum Reden haben, werde ich ihm dieselbe Botschaft wiederholen, die ich ihm während der Krise gesagt habe. Wir werden sehen, was Putin in den nächsten zwei, drei, vier Wochen macht“, sagte Obama. Bleibe Putin auf seinem Kurs, müsse er mit weiteren Strafmaßnahmen rechnen.

Spitzentreffen in Frankreich: Hollande versucht sich als Dompteur der Großkatzen

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Frankreichs Präsident will am Rande der D-Day-Feiern Obama und Putin zusammenbringen, Russland und die Ukraine aussöhnen und die Großbank BNP vor einer Milliardenstrafe schützen. Eine schier unmögliche Mission.

Am Donnerstagabend hatte Putin bereits in Paris den britischen Premier David Cameron getroffen. Cameron übermittelte dem Kremlchef nach Angaben einer Sprecherin „einige sehr klare und sehr deutliche Botschaften“. Die beiden Politiker kamen auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle zusammen. Die russische Agentur Interfax meldete, bei der Begrüßung hätten beide Politiker einen Handschlag vermieden. Im Anschluss wurde Putin von Frankreichs Präsident François Hollande im Élysée-Palast empfangen.

Kommentare (11)

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06.06.2014, 08:08 Uhr

"D-Day"? Was für eine aufgeblasene hollywood-ische Lachnummer.

Da scheinen paar unnützige Wesi-Länder mit zu großem Ego zu glauben, dass sie etwas im Krieg bewegt haben.

An der Ostfront sind 2.100.000 deutsche Soldaten gefallen, plus 3.500.000 verletzt. An der Westfront 500.000 gefallen und 400.000 verletzt gewesen.

Die Russen haben aber damals wie heute etwas, was der Westen nicht hat und nie verstehen kann: Ehre!

Wenn man von der Tyrannei bedroht wird, dann lohnt es sich für das Gute zu kämpfen und sich nicht versklaven zu lassen.

Die Geschichte wiederholt sich.

Account gelöscht!

06.06.2014, 08:44 Uhr

Zitat : Merkel sei in der Ukraine-Politik der wichtigste Verbündete der USA, so Emerson.

- damit ist alles gesagt und auch auf den Punkt gebracht !

Merkel ist der Handlanger der US-Imperialisten.

.

Account gelöscht!

06.06.2014, 08:49 Uhr

seh ich auch so, danach kommt der Speichellecker Steinmeier.

Oh Gott, bewahre uns vor dem bevorstehenden Krieg.
Das schlimme ist, wo soll man hin?!

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