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02.12.2013

12:36 Uhr

„Feindbild Europa“

Rechtspopulistische Parteien legen europaweit zu

Rechtspopulistische Parteien gewinnen in Europa immer mehr an Boden. Neben Fremden- und Islamfeindlichkeit gehört mittlerweile auch das „Feindbild Europa“ zum festen Repertoire der Parteien.

Bernd Lucke war Spitzenkandidat der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei der Bundestagswahl: Auch seine Partei machte Stimmung gegen die EU. dpa

Bernd Lucke war Spitzenkandidat der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei der Bundestagswahl: Auch seine Partei machte Stimmung gegen die EU.

BerlinFachleute beobachten mit Sorge einen Aufstieg rechtspopulistischer Parteien in Europa. „Rechts- und nationalpopulistische Parteien konnten sich fast überall in Europa als relevante politische Kräfte etablieren“, heißt es in einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Dies gehe zulasten aller traditionellen Parteien. Der Erfolg der EU-Gegner sei bemerkenswert, und rechtspopulistische Parteien spielten dabei eine Vorreiterrolle.

Zusätzlich zu Elitenkritik, Fremden- und Islamfeindlichkeit zeichneten sie ein „Feindbild Europa“. Dies beeinflusse etablierte Parteien in der EU, die Parteienlandschaft in vielen europäischen Ländern verändere sich dauerhaft. „Nationale Politik und Europapolitik stehen in vielen Ländern durch die harten Forderungen von Rechts- und Nationalpopulisten unter Druck“, schreiben die Studienautoren.

Um solchen Tendenzen entgegenzutreten, raten sie unter anderem dazu, komplexe Sachverhalte in der Europapolitik verständlich zu erklären, die Vorteile der Europäischen Integration klar herauszustellen und die Botschaften der Rechtspopulisten durch direkte thematische Auseinandersetzung zu „entzaubern“.

Von

dpa

Kommentare (19)

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HofmannM

02.12.2013, 12:54 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

02.12.2013, 12:58 Uhr

ich bin türkischer rechtspopulist :-)

siehe bild.

http://s14.directupload.net/file/d/3459/cvedcjvu_jpg.htm

Rudolfo

02.12.2013, 13:08 Uhr

Es ist wohl so, dass weder die Autoren des Artikels, noch das HB den Unterschied zwischen eurokritisch und rechtspopulistisch nicht hinkriegt. Das ist traurig. Hier werden Äpfel mit Birnen vermischt! Während eine eurokritische
Einstellung in erster Linie wirtschaftlichen Aspekten geschuldet ist ist der Rechtspopulismus doch wohl mit völlig anderen Zielen verhaftet und hat absolut nichts mit eurokritischer Einstellung zu tun.

Meine Bitte: Nicht einfach Bullshit schreiben um den etablierten Parteien hier eine Plattform zu bieten.

Danke!

Also Handelsblatt mal genau differenzieren und

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