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19.10.2012

19:57 Uhr

Fernseh-Interview

Asmussen begrüßt Gipfel-Beschlüsse

Die Donnerstag und Freitag gefassten Beschlüsse der EU-Staats- und Regierungschefs stoßen bei EZB-Ratsmitglied Asmussen auf Zustimmung. Die Zentralbank soll künftig alle 6000 Geldinstitute der Eurozone überwachen.

EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen im Gespräch mit Zentralbankchef Mario Draghi (rechts). dpa

EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen im Gespräch mit Zentralbankchef Mario Draghi (rechts).

MainzDas deutsche Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Jörg Asmussen, hat die Beschlüsse des EU-Gipfels zur europäischen Bankaufsicht begrüßt. Die Bedingungen der EZB für eine Übernahme dieser Aufsicht "sind heute auf dem Gipfel erfüllt worden", sagte Asmussen am Freitag im ZDF-"heute journal". Wichtig sei vor allem die Trennung von Geldpolitik und Bankenaufsicht innerhalb der Institution. "Man kann das organisatorisch und personell strikt trennen, und das werden wir auch tun", sagte Asmussen. Es gebe international ausreichend gute Beispiele dafür.

Asmussen sagte, die EZB könne sich vor der Verantwortung nicht wegducken. Es sei wichtig, dass künftig Hilfe an marode Banken erst fließe, wenn die Kontrolle funktioniere. Hintergrund ist die Verknüpfung der Aufsicht mit der Frage, ab wann der Euro-Rettungsfonds ESM angeschlagene Banken direkt unterstützen darf. Dies soll erst gehen, wenn die Bankenaufsicht steht.

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Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten sich bei ihrem Treffen in Brüssel auf die neue Aufsicht über alle 6000 Geldinstitute der Eurozone geeinigt. Sie soll verhindern, dass Institute von nationalen Aufsichtsbehörden zu lax kontrolliert werden und bei Problemen die gesamte europäische Finanzbranche in Schwierigkeiten bringen.

Umstritten war lange, wann die neue Aufsicht ihre Arbeit aufnehmen soll. Frankreichs Staatspräsident François Hollande und mehrere südeuropäische Staaten drangen auf einen Arbeitsbeginn zum 1. Januar 2013. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und einige nordeuropäische EU-Länder wollten mehr Zeit. Der Kompromiss sieht nun vor, dass bis Jahresende die Rechtsgrundlage stehen soll.

Von

afp

Kommentare (3)

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Realist1

19.10.2012, 20:50 Uhr

Also doch Alle unter der Aufsicht der EZB. Laut Bericht einigen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bei ihrem Treffen in Brüssel auf die neue Aufsicht über alle 6000 Geldinstitute der Eurozone. Ein weiterer Umfaller der Kanzlerin. Haben die kleinen regional tätigen Banken nun eine weitere Aufsicht. Dann fallen wohl auch die Gebühren für die deutsche Aufsicht weg. Oder?
....denn sie wissen nciht was sie tun!!!

sommer

19.10.2012, 22:17 Uhr

Was für ein Verein ist das eigentlich, in dem das gegenseitige Vertrauen, die Verlässlichkeit
nicht funktioniert, so daß immer mehr Kontrollen eingebaut werden müssen. Eine regelrechte Kontroll- und Regulierungswut! Eine Gemeinschaft, die auf Kontrolle, Maßregelung, Strafandrohungen, Vorwürfe, Druck und Erpressung, abgesehen von den permanenten Rechtsbrüchen und Lügen aufgebaut ist, ist zum Scheitern verurteilt. Dafür braucht es nicht die Kunstwährung Euro.

Account gelöscht!

20.10.2012, 00:30 Uhr

Löl, Bankenaufsicht. Wesentlich gefährlicher sind Schattenbanken und Hedgefonds. Aber da traut sich niemand ran.

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