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14.06.2011

22:12 Uhr

Finanzielle Hilfe

Weltbank will 75 Millionen Dollar für den Südsudan geben

Der Südsudan will seine Unabhängigkeit ausrufen. Die Abspaltung sorgt für massive Spannungen an der Grenze zum Nordsudan. Die Weltbank will nun den Südsudan mit 75 Millionen Dollar unterstützen.

UN-Soldaten sollen die Teilung des Sudans begleiten, doch immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen. Quelle: Reuters

UN-Soldaten sollen die Teilung des Sudans begleiten, doch immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen.

Khartum/WashingtonDie Weltbank will einen Fonds über 75 Millionen Dollar (rund 52 Millionen Euro) zur Unterstützung des Südsudans einrichten.

Mit den Geldern sollen die Gesundheitsfürsorge, die Infrastruktur und der Arbeitsmarkt gefördert werden, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Weltbank-Mitteilung.

Wenige Wochen vor der geplanten Loslösung Südsudans vom Norden geht die sudanesische Regierung mit aller Härte gegen Sympathisanten der Abspaltung vor. Nach Angaben der Vereinten Nationen gefährden die seit einer Woche anhaltenden Luftangriffe mittlerweile die Versorgung der Bevölkerung in der zum Nordsudan gehörenden Provinz Süd-Kordofan. Nach der Eskalation des Konflikts setze die Armee Artillerie ein und bombardiere aus der Luft, sagte ein Sprecher der UN-Mission im Sudan, Unmis.

Die wichtigste politische Kraft des Südsudans wirft der Regierung des Nordens vor, die Gewalt durch den Versuch ausgelöst zu haben, mit dem Süden sympathisierenden Gruppen zu entwaffnen. Der Norden betrachtet die Milizen dagegen als Rebellen. Ein Sprecher betonte am Dienstag, bei den Auseinandersetzungen seien keine Zivilisten getötet worden. Es gehe ausschließlich darum, die Rebellen zu bekämpfen. Die Region Süd-Kordofan grenzt an den Südsudan und ist die ölreichste Region Nordsudans.

Der Süden will am 9. Juli seine Unabhängigkeit ausrufen. Die dortige Bevölkerung hatte sich im Januar in einem Referendum mit großer Mehrheit für die Loslösung vom Norden entschieden. Die Volksabstimmung war Teil eines Friedensabkommens von 2005, das einen mehr als 20 Jahre dauernden Bürgerkrieg beendete. Während der Norden überwiegend muslimisch geprägt ist, sind die meisten Süd-Sudanesen Christen oder Anhänger lokaler Glaubensrichtungen.

 

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