Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.12.2012

20:23 Uhr

Finanzielle Unterstützung

Putin kann sich weitere russische Hilfen für Zypern vorstellen

Wladimir Putin schließt russische Finanzhilfen für Zypern nicht aus. Die Entscheidung darüber müsse aber die EU treffen. Schon einmal hatte Russland den Krisenstaat mit einem Milliarden-Kredit unterstützt.

Wladimir Putin schließt Finanzhilfen für Zypern nicht aus. AFP

Wladimir Putin schließt Finanzhilfen für Zypern nicht aus.

BrüsselDer russische Präsident Wladimir Putin hat weitere Finanzhilfen seines Landes für das hoch verschuldete Zypern nicht ausgeschlossen, falls es sonst keine Lösung gibt. Allerdings sei Zypern Mitglied der Europäischen Union, sagte Putin am Freitag auf einer Pressekonferenz nach dem EU-Russland-Gipfel in Brüssel. Deshalb obliege es den europäischen Partnern, die Regeln für Finanzhilfen an den Mittelmeerstaat festzulegen. Moskau wolle sich da nicht einmischen.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, über ein mögliches Engagement Russlands für Zypern hätten vor allem Moskau und Nikosia zu befinden. Russland, das enge wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen zu Zypern unterhält, hatte dem Land 2011 einen Kredit über 2,5 Milliarden Euro gewährt. Im August hatte Zypern um zusätzliche fünf Milliarden Euro ersucht, von Moskau aber zunächst nicht erhalten. Den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die EU hatte Nikosia bereits im Juni um Unterstützung in Höhe von 17 Milliarden Euro über vier Jahre gebeten, davon zehn Milliarden Euro für seine Banken.

Wladimir Putin: Der Zar hält Hof

Wladimir Putin

Der Zar hält Hof

Was für ein Auflauf: 1.200 Journalisten kamen zur ersten Audienz des russischen Präsidenten.

Ein Treffen der Eurogruppe zu Finanzhilfen für Zypern ist für den 21. Januar vorgesehen. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte am Donnerstag berichtet, der IWF verlange einen Schuldenschnitt für das Euroland. Dem Bericht zufolge befürworten das auch einige Euroländer. Gegner eines solchen Schritts verweisen jedoch darauf, dass nach dem teilweisen Schuldenerlass für Griechenland betont worden sei, dieser werde ein Einzelfall bleiben.

Putin machte sich während der Pressekonferenz mit Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy für Erleichterungen bei den Einreisebestimmungen für russische Staatsbürger in die EU stark. Die Ausgaben russischer Touristen in der Europäischen Union beliefen sich jedes Jahr auf mehr als 18 Milliarden Euro, sagte Putin. Das sei eine beträchtliche Summe. Die Visumspflicht beeinträchtige die Entwicklung der beiderseitigen wirtschaftlichen Beziehungen.

Barroso entgegnete, die Abschaffung der gegenseitigen Visumspflicht bleibe das Ziel. Dem stünden aber noch Hindernisse entgegen, fügte er hinzu, ohne die Frage der Menschenrechte in Russland direkt anzusprechen. Barroso verwies auf das derzeitige System von Visa-Erleichterungen mit vereinfachten und beschleunigten Verfahren für bestimmte Personengruppen.

Von

afp

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rainer_J

21.12.2012, 20:46 Uhr

Deutschland sollte viel mehr direkt mit Russland machen. Das sind echte WIN-WIN Situationen für beide Seiten und so stelle ich mir Europa vor.

Die betrügerischen FPIGS sehen Deutschland nur als Beuteland und Zahlmeister und liegen dann in der Hängematte und lachen sich kapput. Wer will solche "Geschäftsbeziehungen"? Dazu kommt der kostspielige EUdSSR-Moloch in Brüssel und Straßbourg und ständige Pendelaktionen ohne Sinn und Verstand und ein Pseudo-Parlament mit dem ungelernten Sozialisten "Schulz". Wer braucht diesen Moloch? Dazu eine Hinterzimmerkommission, die nichts aber auch garnichts mit Demokratie zu tun hat und so transparent ist wie eine Wand aus Beton. Wer braucht diese Hinterzimmer? Dazu eine Fehlkonstruktion "Euro". Ein Anzug der keiner Nation passt und nur Verwerfungen und Rettungspakete produziert. Wer braucht so einen Schwachsinn?

Europa stelle ich mir zu 100% anders vor. Freie Länder, die miteinander sprechen. Z.B. Deutschland und Russland.

Charly

21.12.2012, 20:54 Uhr

Eine Lösung wäre z.B., Putin finanziert Zypern und Zypern führt nach Sanierung eine eigene Währung ein verlässt die EUdSSR.

Das zyprische Geschäftsmodell mit reichen Russen scheint ja nicht das Problem zu sein, sondern die Nähe zu Griechenland (und griechischen Pleitebanken) Griechenland das durch Anektion durch die EUdSSR, -- ähhh den freiwilligen Beitritt zur Euro-Zone -- in den Abgrund gerissen wurde.

Vicario

21.12.2012, 22:03 Uhr

Die Russen haben sehr viel Geld auf Zypern gebunkert, auch sehr viel über Strohmänner und Brifkastefirmen. Da hat wohl Putin auch eine Menge zu verlieren..?!

Warum soll der Deutsche Steuerzahler auch noch diese Mafiosis bezahlen ? Unbegreiflich ! Zypern soll ganz einfach pleite gehen, wo es auch hingehört. Vieleicht wäre das der Anfang vom Ende des Fehlkonstrukts und Ausbeutewährung € ! Und wir könnten unsere korrupte Nomenklatura endlich abwählen..!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×