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31.01.2017

12:31 Uhr

Finanzielles Hilfsprogramm

Schäuble knüpft Hilfe für Griechenland an IWF

Bundeswirtschaftsminister Wolfang Schäuble macht eine weitere finanzielle Hilfe für Griechenland von der Beteiligung des IWF abhängig. Und die Beteiligung des IFWs setzt die Umsetzung griechischer Reformen voraus.

„Weitere Auszahlungen sind vom erfolgreichen Abschluss der Programmüberprüfung und der Beteiligung des IWF abhängig.“, sagte der Bundeswirtschaftsminister zu weiteren Griechenland-Hilfen. Reuters, Sascha Rheker

Wolfgang Schäuble

„Weitere Auszahlungen sind vom erfolgreichen Abschluss der Programmüberprüfung und der Beteiligung des IWF abhängig.“, sagte der Bundeswirtschaftsminister zu weiteren Griechenland-Hilfen.

BrüsselBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble macht die Auszahlung weiterer Mittel für Griechenland von der finanziellen Beteiligung des Internationalen Währungsfonds (IWF) am Hilfsprogramm abhängig. Die Eurogruppe habe stets betont, dass die finanzielle Beteiligung des IWF am Programm für Griechenland unerlässlich sei, teilte ein Sprecher Schäubles am Dienstag mit. „Weitere Auszahlungen sind damit vom erfolgreichen Abschluss der Programmüberprüfung und der Beteiligung des IWF abhängig.“

Die aktuelle Überprüfung der griechischen Reformmaßnahmen solle die Voraussetzung für die finanzielle Teilnahme des IWF schaffen.

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Berichte über mögliche Grexit-Bemühungen sorgen für Spekulationen. Angeblich möchte sich der IWF nicht mehr an der Griechenland-Rettung beteiligen. Bundesfinanzminister Schäuble versucht, die Situation zu beruhigen.

Am Montag hatte der Chef des Euro-Rettungschirms ESM, Klaus Regling, eine Zusage des IWF angemahnt, bevor das schuldengeplagte Griechenland neues Geld erhält. Eine finanzielle Beteiligung des IWF hatte er aber nicht als Voraussetzung genannt. Griechenland muss im Juli rund sieben Milliarden Euro an Krediten zurückzahlen und benötigt dafür voraussichtlich die Unterstützung der Euro-Geldgeber. Diese machen die Hilfen aber vom erfolgreichen Abschluss der Reformüberprüfung abhängig, die noch aussteht. Mit dem IWF streiten die Euro-Staaten darüber, ob die Schulden Griechenlands tragfähig sind.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Michael Müller

31.01.2017, 15:35 Uhr

Alle paar Monate wiederholt sich die Schuldenkrise Griechenlands und niemand hat dazugelernt, dass Probleme, die durch zuviel Kredite entstanden sind, nicht durch noch mehr Kredite zu lösen sind.

Ein armer Bauer kommt in ein nobles Restaurant in Deutschland und bestellt nur das beste Essen und Trinken. Als der Ober dann die Rechnung serviert sagt er nur: "Herr Ober, ich habe gut gegessen und gut getrunken, nur bezahlen kann ich es nicht. Bitte bringen Sie mir doch etwas Geld, damit ich sie bezahlen kann. Wenn Sie mir kein Geld bringen, kann ich Sie leider nicht bezahlen. In der Zwischenzeit bringen Sie mir bitte noch einen Kaffee und Kuchen und bereiten mein Abendessen vor."

Herr Lothar Thürmer

03.02.2017, 15:03 Uhr

Die Euro-Krise kehrt nicht zurück. Sie hat uns nie verlassen und droht weiter zu eskalieren. Ohne IWF-Beteiligung keine weiteren Gelder für Griechenland! Und kein Schuldenerlass für Griechenland! Bei beiden Positionen darf die Bundesregierung nicht ins Wanken geraten. Sonst liefe sie Gefahr, ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen. Wer würde es im Übrigen noch verstehen, wenn wir Griechenland immer mehr Hilfspakete geben und gleichzeitig der schleichenden Enteignung des Sparers bei uns tatenlos zusehen? Der Euro geht jetzt an die Substanz der Sparer. Es wäre ein verheerendes Signal, wenn die Politik den Eindruck erwecken würde, dass die Zukunft den Schuldnern und Spekulanten gehört. Will die Politik der Entfremdung zwischen Establishment und einfachen, soliden und sparsamen Menschen einen Riegel vorschieben, sollte sie jetzt dem Sparer die Hand reichen und ihm beispielsweise eine Zulage zum Ausgleich des realen Vermögensverlustes gewähren. Die Alternative wäre, das Problem weiter totzuschweigen. Wohin das aber führen könnte, hat die Wahl in den USA gezeigt. Deshalb: Schäuble, zeige eine klare Kante!

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