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26.09.2012

06:39 Uhr

Finanzierungslücke

Griechenland rechnet mit Sparerfolg

Mehr Zeit und ein Entgegenkommen bei den Zinsen: Unter diesen Bedingungen glaubt Griechenland, die Finanzierungslücke schließen zu können. Die Gewerkschaften lehnen sich mit einem Generalstreik gegen die Sparpläne auf.

Auf Plakaten wird in Athen für einen Generalstreik am Mittwoch geworben. dpa

Auf Plakaten wird in Athen für einen Generalstreik am Mittwoch geworben.

AthenDie griechische Regierung rechnet für den angestrebten Aufschub von Reformen mit Kosten von bis zu 15 Milliarden Euro. „Wir schätzen die Finanzierungslücke auf 13 bis 15 Milliarden Euro, die entstehen würde, wenn wir eine Verlängerung über zwei Jahre bekämen“, nannte Finanzminister Yannis Stournaras am Dienstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters erstmals konkrete Zahlen.

Er sei aber überzeugt, dass sein Land diese Lücke schließen könne, ohne die europäischen Steuerzahler zu belasten. Geschehen könnte dies nach Angaben aus der griechischen Regierung über kurzfristige Anleihen oder durch niedrigere Zinsen auf griechische Anleihen, die die EZB halte, oder durch eine Umschuldung dieser Papiere. Dies lehnt die EZB nach Worten von Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen ab.

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Athen ist auf einem guten Weg, seine Sparziele zu erfüllen – doch das reicht nicht aus.

Derzeit zeichnet sich ab, dass Griechenland die Auflagen seiner internationalen Geldgeber von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) nicht erfüllt und in den nächsten Jahren mehr Geld benötigt als veranschlagt. Klarheit darüber soll der Bericht der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF bringen, dessen Veröffentlichung sich aber immer weiter verzögert - wahrscheinlich bis nach der US-Präsidentenwahl am 6. November. Die Regierung in Athen will von den Geldgebern zwei Jahre mehr Zeit, um die geplanten Reformen und damit das Sparpaket umzusetzen, ohne die schwächelnde Wirtschaft weiter abzuwürgen.

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Sie dürfe sich daran auch gar nicht beteiligen, so EZB-Direktor Jörg Asmussen.

EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen schloss einen Forderungsverzicht zugunsten Griechenlands aus. „Der mögliche zusätzliche externe Finanzierungsbedarf (Griechenlands) kann nur durch die Mitgliedsstaaten der Euro-Zone geschlossen werden“, sagte Asmussen der „Welt“ laut Vorabbericht. Eine Umschuldung auf Kosten der EZB stehe nicht zur Diskussion. Die EZB könnte sich an einer solchen Umschuldung auch gar nicht beteiligen, da dies eine verbotene monetäre Staatsfinanzierung wäre.

Kommentare (82)

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Account gelöscht!

25.09.2012, 21:39 Uhr

Eher glaube ich an den Weihachsmann und den Osterhasen als daran, dass Griechenland jemals seine gesteckten Ziele erreicht.

Aber die die Bonzen im obersten EUdssr-Soviet in Brüssel werden trotzdem weiterhin das uns abgepresste Steuergeld nach Griechenland senden.

Schmitz_von_Schmitzurdistan

25.09.2012, 21:45 Uhr

Das Geld landet ja nicht in Griechenland sondern zuallererst auf den Konten der Gläubigerbanken.

Volkswirtschaft nach Gutherrenart: schon lange könnte man finden, dass man Steuergelder ohne Umwege über Staatshaushalte doch besser gleich den Banken überweisen sollte.

Die können mit Geld zwar auch nicht umgehen, die Banken, aber dann wird wenigstens kklar was und wer hier was spielen will.

Für so einen Scheiß brauch´ niemand auch nur eine Nationalhymne.

Republikaner

25.09.2012, 21:48 Uhr

...soviel GR Mist ist unerträglich!!!

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