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18.02.2013

19:37 Uhr

Finanzindustrie

Merkel fordert weltweit einheitliche Bankenregulierung

Um die Banken wirksam zu regulieren, müssten weltweit die gleichen Regeln gelten, meint Kanzlerin Merkel. Außerdem will sie sich auf dem kommenden G20-Gipfel für eine weltweite Transaktionssteuer einsetzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht  in der Rheingoldhalle in Mainz. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in der Rheingoldhalle in Mainz.

MainzBundeskanzlerin Angela Merkel hat weltweit einheitliche Regeln für Banken gefordert. "Es reicht nicht, wenn wir die europäischen Banken regulieren, Banken in anderen Erdteilen aber nicht darunter fallen", sagte Merkel am Montag auf einem Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen in Mainz. Eine weltweit tätige Branche erfordere auch eine globale Regulierung. Erfreulich sei, dass sich die Regierungen wichtiger Länder nach Ausbruch der Finanzkrise dazu entschlossen hätten, jeden Finanzplatz zu regulieren.

Bei der Umsetzung gebe es aber große Unterschiede. "In Deutschland ist viel passiert, in Europa Einiges, aber weltweit noch nicht genug." Deshalb müsse mehr getan werden, sagte Merkel. Der nächste Termin dafür stehe mit dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) im Herbst in St. Petersburg fest.

Merkel hatte am Samstag angekündigt, sich auf dem G20-Gipfel für eine weltweite Transaktionssteuer einsetzen zu wollen. Die von einigen europäischen Staaten beschlossene Steuer auf Finanzgeschäfte sei nur ein Anfang, sagte die CDU-Chefin in einer Videobotschaft. "Es wäre besser, alle würden mitmachen."

Die Finanztransaktionssteuer wollen Deutschland und zehn andere Euro-Staaten einführen. Die EU-Kommission rechnet in der Folge mit einem Rückgang des Volumens von Derivate-Geschäften um bis zu 75 Prozent. Die Urheber des Entwurfs versichern, eine Abwanderung in steuerfreie Gebiete innerhalb und außerhalb der Europäischen Union sei kaum möglich. Die Kreditwirtschaft argumentiert dagegen, eine Verlagerung des Handels durch die Steuer sei nicht zu vermeiden.

Von

rtr

Kommentare (14)

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DrCoaleonesErbengemeinschaftDDR2

18.02.2013, 19:59 Uhr

Frau Merkel, es reicht. Denken Sie denn im Ernst, daß die anglophilen Staaten ein Interesse haben könnten, Ihnen zu folgen? Uncle Sam, gleich wer an der Macht die Dinge regelt, wird sich immer wieder im Verbund mit den Querdenkern Ihrer Majestät The Queen Elizabeth II noch nicht einmal die Nase schneuzen wollen, ob ihres Anspruches auf gleiche Denkweise.

Es erinnert mich ständig daran, an solchen Typen in der Vergangenheit, die das Volk durch die "gesiebte" Denkweise erst recht unterjocht hat.

Empfehlung von mir, das wird für Sie die Schallmauer sein, die sie nicht durchbrechen werden, weil direkt davor genügen Betonköpfe ihren eigenen Befindlichkeiten fröhnen. Oder glauben Sie allen Ernstes, daß die USA oder Großbritannien, noch nicht einmal die Niederländer Ihnen Folge leisten werden.

In dem Sinne, vielleicht haben Sie einfach nur überreizt, ist Flasche leer, bis letzter Tropfen. Und was machen Steinbrück? Nichts, der denkt.

kraehendienst

18.02.2013, 19:59 Uhr

Nun setzt sich bzw wird der Kommunismus ähhh...DDR 2.0 komplett durchgesetzt. Angebrachter Beginn sind die Finanzmärkte. Später weitere Bereiche ala EU, die alles bis zur Glühbirne diktieren will. Protektionismus wird aufblühen; der Neoliberalismus bezieht sein Sterbebett. Für die nächsten 2, eher 3 Generationen. Vorher wird es richtig aufknallen, in etwa 2-3 Jahren. Dann tritt Sanatoriumsruhe ein, alle warten, verharren - überleben oder sterben.

Account gelöscht!

18.02.2013, 20:44 Uhr


In Asien verlör sie ihr Gesicht mit solch hilflosen, undurchsetzbaren Forderungen. Die Kanzlerin steht neben der Kappe, nein, neben den Rock. Gibt es denn keinen sauberen aussenpolitischen Beraterstab im Kanzleramt, so weitgereiste Diplomaten im "general look" oder so.
Können doch nicht alle CDU/CDU Häslein spielen.

Peinlich , Peinlich , werte Kanzlerin. Halt halt mal den Mund.

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