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22.05.2011

14:23 Uhr

Finanzkrise

Allianz-Chef fordert Marshall-Plan für Griechenland

Michael Diekmann macht sich stark für Griechenland. Der Allianz-Chef fordert eine Art Marshall-Plan für das überschuldete Land. Und die Zeit wird langsam knapp. Die jüngsten Nachrichten aus Griechenland sind dramatisch.

Michael Diekmann hat einen Vorschlag zur Rettung Griechenlands gemacht. Quelle: dapd

Michael Diekmann hat einen Vorschlag zur Rettung Griechenlands gemacht.

Frankfurt/AthenAllianz-Chef Michael Diekmann fordert für das verschuldete Griechenland einen umfassenden Aufbauplan nach dem Vorbild der US-Hilfen für Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Umschuldung werde nicht genügen, mit Geld allein sei das Problem nicht zu lösen, sagte Diekmann der „Bild“-Zeitung laut Vorabmeldung. „Wir brauchen einen Industrialisierungsplan für Griechenland, eine Art Marshall-Plan. Es müsste Arbeit und Produktion aus ganz Europa nach Griechenland statt nach Osteuropa oder Asien verlagert werden. „Die Folgen eines Staatsbankrotts von Griechenland wären unbeherrschbar“, füge er hinzu. Dann drohe eine zweite Finanzkrise.

Diekmann äußerte sich zuversichtlich zur Entwicklung anderer verschuldeter EU-Länder: „Wir sehen erfreuliche Fortschritte in Portugal und vor allem in Spanien. Es gibt erste Anzeichen, dass auch Irland es hinkriegen wird.“ Die Allianz ist Europas größter Versicherungskonzern und einer der weltweit wichtigsten Kapitalanleger.

Währenddessen hat sich die Lage Griechenlands weiter zugespitzt. Athen geht das Geld aus: Nur noch bis zum 18. Juli reichen nach einem Bericht der Zeitung „Kathimerini“ die Mittel in der griechischen Staatskasse. Ministerpräsident Giorgos Papandreou spricht schon von einem drohenden Staatsbankrott. Athen will in den kommenden Tagen im Eilverfahren ein umfangreiches Privatisierungsprogramm starten. Gleichzeitig geht die Debatte über eine Umschuldung des größten europäischen Schuldensünders weiter.

Sollten die Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht bis Ende Juni grünes Licht für die zwölf Milliarden Euro umfassende nächste Tranche des Rettungspakets bis Ende Juni geben, werde das Land Mitte Juli zahlungsunfähig sein, berichtete das konservative Blatt. „Dies würde aller Wahrscheinlichkeit nach den Bankrott bedeuten“, sagte Ministerpräsident Papandreou der Zeitung „Ethnos“.

Kommentare (9)

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birdy

22.05.2011, 14:49 Uhr

die Allianz-Konzerngruppe fordert also noch mehr geld.
Hohe Ansprüche, ich glaub ich schmeiß mal die Aliianz Truppe aus unserem Golfclub heraus.
Unglaublich: diese Fettlebe!

Casy

22.05.2011, 15:31 Uhr

Wir reden hier über Menschen (wie Sie und ich) in Griechenland, die sehr unter der Situation leiden. So einfach ist die Welt nicht!

Account gelöscht!

22.05.2011, 16:11 Uhr

Wir dürfen mal raten, was für Papiere Diekmanns Laden im Portfolio hat.

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