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23.05.2011

12:18 Uhr

Finanzkrise

Brüssel genehmigt Rettung griechischer Bank

Bei der Rettung seiner Krisenbanken erhält Griechenland Rückendeckung von der EU. Die EU-Kommission genehmigte am Montag die staatliche Rettungshilfe für die fünftgrößte Bankengruppe des Landes, die angeschlagene Agricultural Bank of Greece (ATE).

Eine EU-Fahne weht über der Akropolis in Athen- Quelle: dpa

Eine EU-Fahne weht über der Akropolis in Athen-

Brüssel Athen hatte die Bank 2009 nach der Finanzkrise mit staatlichen Finanzspritzen und Garantien gerettet. Nun genehmigte die EU-Behörde den Sanierungsplan für das Institut, wonach der Staat sich mit 1,14 Milliarden Euro an einer Kapitalerhöhung beteiligt. Im Gegenzug muss die Bank ihr Geschäft um ein Viertel reduzieren und Kosten kappen. Zur Begründung teilten die obersten Wettbewerbshüter mit, der Sanierungsplan mache die Bank langfristig wieder rentabel, sorge für eine gerechte Lastenverteilung und setze der Wettbewerbsverzerrung ein Ende.

Die Agricultural Bank of Greece (ATE) ist ein Sorgenkind des griechischen Bankensektors und war beim Stresstest der europäischen Bankenaufsicht CEBS im Juli 2010 durchgefallen. Sieben europäische Banken und Bankengruppen hatten den Test damals nicht bestanden. Mit diesem Schritt will die EU-Kommission das hochverschuldete Griechenland unterstützen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquìn Almunia sagte: "Der Plan ist auch ein positives Ergebnis unserer Beteiligung am internationalen makrofinanziellen Hilfsprogramm für Griechenland."

Die Euro-Partner und der Internationale Währungsfonds IWF hatten Griechenland im Mai 2010 mit einem Hilfspaket von 110 Milliarden Euro vor der Pleite gerettet. Da dieses Geld offenbar nicht ausreicht, wird derzeit über weitere Notkredite für Athen oder eine Umschuldung Griechenlands diskutiert.

Von

dpa

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