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29.08.2011

17:53 Uhr

Finanzkrise

Euro-Retter fürchten reale Folgen des Börsencrashs

Noch herrscht nur an den Finanzmärkten Krise, doch die Euro-Verteidiger Rehn und Trichet fürchten ein Übergreifen der Börsenpanik auf die gesamte Wirtschaft: Die Welt steht vor einer Menge ungelöster Probleme.

EZB-Chef Trichet (li.) und EU-Währungskommissar Rehn fürchten, dass die Realwirtschaft von der Börsenpanik erfasst wird. dapd

EZB-Chef Trichet (li.) und EU-Währungskommissar Rehn fürchten, dass die Realwirtschaft von der Börsenpanik erfasst wird.

BrüsselEU-Währungskommissar Olli Rehn EU-Währungskommissar sieht eine Ansteckungsgefahr der jüngsten Finanzmarktturbulenzen für die Realwirtschaft. Der jüngste Kurssturz an den Börsen zeige, dass sich Finanzmärkte und Realwirtschaft synchron entwickelten. „Ich mache mir deswegen ernsthafte Sorgen darüber, dass anhaltende Turbulenzen überschwappen und der Erholung der Wirtschaft womöglich schaden könnten“, sagte Rehn am Montag im Europäischen Parlament in Brüssel auf einer Sondersitzung zum Börsen-Crash und zur Schuldenkrise. Nach Rehns Worten wurden die Marktturbulenzen von der Schulden-Debatte in den USA, von der Schuldenkrise in Europa sowie von Finanzierungsschwierigkeiten europäischer Banken verursacht.

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EZB-Chef Jean-Claude Trichet äußerte sich vor dem Ausschuss ähnlich: Auch aufgrund der Turbulenzen auf den Finanzmärkten bleibe die Unsicherheit für die wirtschaftliche Entwicklung "besonders hoch", sagte Trichet am Montag. Der EZB-Präsident forderte die Euro-Länder auf, ihre Bemühungen zur Haushaltssanierung zu verstärken und die Beschlüsse ihres Gipfeltreffens vom 21. Juli "vollkommen und rechtzeitig" umzusetzen.

Auf dem Gipfel hatten die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder ein zweites Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland und Änderungen am vorläufigen Euro-Rettungsfonds beschlossen. Der Fonds soll künftig etwa Schulden von angeschlagenen Euro-Ländern aufkaufen können. In Deutschland stehen die Beschlüsse voraussichtlich am 29. September im Bundestag zur Abstimmung.

Auch in den anderen Euro-Ländern müssen die Parlamente etwa dem zweiten Hilfspaket für Griechenland zustimmen. Für Verzögerungen sorgte zuletzt eine Sondervereinbarung Finnlands mit der griechischen Regierung. Finnland hatte im Gegenzug für seine Beteiligung am zweiten Rettungspaket für Griechenland mit Athen die Hinterlegung eines Barpfands ausgehandelt. Die Absprache zwischen beiden Ländern ließ auch in anderen Eurostaaten ähnliche Forderungen laut werden.

Kommentare (26)

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Kronecker

29.08.2011, 17:57 Uhr

Herr Rehn fürchtet sich vor einem Übergreifen der Turbulenzen auf die Realwirtschaft, ich fürchte mich vor ihm.

D.Zahlmeister

29.08.2011, 18:05 Uhr

Die hirnlosen Wurstköppe aus Brüssel wursteln immer weiter - und heraus kommt die Planwirtschaft und Mangelwirtschaft. Und morgens werden die deutschen Arbeits-Sklaven zur Arbeit getrieben.

Paradox

29.08.2011, 18:10 Uhr

Sollen doch die Befürworterstaaten von Eurobonds welche einführen (Italien, Spanien, usw.), dann haben sie was sie wollen, und wir werden zuschaun was dabei raus kommt!

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