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16.12.2014

11:16 Uhr

Finanzkrise

Troika fordert weitere Reformen von Griechenland

Die Gläubiger-Troika fordert offenbar weitere Reformen von Griechenland. Athen soll die Steuerfahndung verstärken, die Mehrwertsteuer für Hotels soll von 6,5 auf 13 Prozent steigen.

Griechenland ist seit 2010 mit zwei großen Rettungsprogrammen in Höhe von insgesamt 240 Milliarden Euro von den EU-Staaten und dem IWF über Wasser gehalten worden. Das Land will nach einem Testlauf in diesem Jahr 2015 an die Finanzmärkte zurückkehren. dpa

Griechenland ist seit 2010 mit zwei großen Rettungsprogrammen in Höhe von insgesamt 240 Milliarden Euro von den EU-Staaten und dem IWF über Wasser gehalten worden. Das Land will nach einem Testlauf in diesem Jahr 2015 an die Finanzmärkte zurückkehren.

BerlinDie Gläubiger-Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) verlangt einem Zeitungsbericht zufolge von Griechenland weitere Reformen. Die Regierung müsse „bei bereits gegebenen Zusagen in einigen Bereichen Klarheit“ schaffen und diese konkretisieren, berichtete die „Bild“-Zeitung (Dienstagausgabe) unter Berufung auf den aktuellen Sachstandsbericht der Troika.

So solle die Regierung in Athen die Steuerfahndung verstärken. Außerdem müssten die Mehrwertsteuer für Hotels von 6,5 auf 13 Prozent erhöht und zu großzügige Vorruhestandsrechte abgeschafft werden.

Die griechische Regierung habe sich vorbehaltlos verpflichtet, Zielvorgaben für den Haushalt 2015 einzuhalten, zitierte das Blatt weiter aus dem Bericht. Dennoch sei eine „beträchtliche Lücke“ zu erwarten. Derzeit würden „Maßnahmen zur Schließung dieser Lücke erörtert“.

Griechenland ist seit 2010 mit zwei großen Rettungsprogrammen in Höhe von insgesamt 240 Milliarden Euro von den EU-Staaten und dem IWF über Wasser gehalten worden. Das Land will nach einem Testlauf in diesem Jahr 2015 an die Finanzmärkte zurückkehren.

Um die politische Unsicherheit in dem hoch verschuldeten Land zu beenden, hat Ministerpräsident Antonis Samaras die Wahl des Staatsoberhaupts im Parlament überraschend um zwei Monate vorgezogen. Der erste Wahlgang ist am Mittwoch. Falls der Kandidat der Regierung durchfällt, wird laut Verfassung eine Neuwahl des Parlamentes fällig.

Dabei hätte die linke Syriza Umfragen zufolge gute Chancen, stärkste Partei zu werden. Sie lehnt das internationale Rettungsprogramm für Griechenland und die damit verbundenen Bedingungen der Geldgeber ab.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Herr Thomas Schmidt

16.12.2014, 11:47 Uhr

Die Griechen lachen sich doch nur tot über die Troika und die Steuerzahler ihrer "Retter". Steuerfahndung vertärken - sorry, aber das ist mit der griechischen "Mentalität" ganz und gar nicht vereinbar genausowenig wie all die anderen Massnahmen, die eigentlich schon seit 3 Jahren umgesetzt sein sollten lt. Vereinbarungen. Und jetzt, wo man sich ein paar hundert Milliarden hat überweisen lassen, wird's nicht mehr lange dauern, bis auch ganz offiziell von Griechenland kommuniziert werden wird, dass man überhaupt nicht an eine Rückzahlung denkt. Man kann nur hoffen, dass die Wähler in Europa ihre nationalen Regierungen bei jeder Gelegenheit abstrafen werden.

Frau Margrit Steer

16.12.2014, 11:53 Uhr

Vieleicht ist Griechenland nachd er Wahl das erste Land, was die EU verläßt.
Warten wir mal ab, wie gewählt wird

Herr never mind

16.12.2014, 12:03 Uhr

da hätte ich noch zwei weitere Kandidaten die die EU verlassen sollten........

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