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25.01.2010

07:00 Uhr

Finanzmarktaufsicht

Staaten ringen um neue Bankenregeln

VonS. Afhüppe, Y. Osman, R. Landgraf, D. Heß

ExklusivDie führenden westlichen Industrienationen bemühen sich um eine gemeinsame Position im Kampf gegen Exzesse auf den internationalen Finanzmärkten. Durch die radikalen Vorschläge des US-Präsidenten Barack Obama kommt Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen der G20-Länder.

Barack Obama bringt Bewegung in die Verhandlungen um neue Bankenregeln. Quelle: ap

Barack Obama bringt Bewegung in die Verhandlungen um neue Bankenregeln.

HB BERLIN. Nach dem Vorstoß von US-Präsident Barack Obama zur Regulierung der Großbanken drängen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble auf eine globale Übereinkunft. Bereits heute treffen sich die Sherpas der G7-Finanzminister in London, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Bundesregierung will danach für Mai eine große Runde von G20-Vertretern, Bankern und Wissenschaftlern nach Berlin einladen.

Die internationale Debatte über schärfere Regeln für die Banken gewinnt damit erheblich an Tempo. Präsident Obama setzt sich für eine harte Trennung zwischen dem klassischen Bankgeschäft mit Kundeneinlagen und Krediten einerseits und den riskanten Transaktionen der Investmentbanken andererseits ein. In letzter Konsequenz könnten die Vorschläge von letzter Woche zur Zerschlagung großer Kreditinstitute führen. Die Aktien vieler Großbanken brachen deshalb ein.

Obwohl die Debatte über die Bankenregulierung seit Monaten läuft, fehlt es bisher an finalen Vorschlägen der Regierungen. Die Arbeit der Bundesregierung an einem entsprechenden Konzept steht noch am Anfang. Finanzminister Schäuble kündigte einen eigenen Vorschlag für die nächsten Wochen an, der in enger Abstimmung mit dem Kanzleramt formuliert werden soll.

Kommentare (6)

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lexlupus

25.01.2010, 09:09 Uhr

Was Obama vorschlägt ist nichts anderes als ein neuer Aufguss des Glass-Steagall Act aus 1932. Die Trennung aus investmentbank und Geschäftsbank ist auch sinnvoll, weil in einem Haus arbitriert wird (Märkte) und in dem anderen produziert (Einlagen oder Kredit)wird. Eine Geschäftsbank ist Teil eines notwendigen monetären Transmissionsprozesses und stellt auf die Kernfunktionen des Geldes ab. Eine investmentbank sieht vornehmlich ihren Nutzen in eigenkapitalorientierten Transaktionen ohne wichtige Transmissionsprozesses zu unterstützen. Warum solche Unternehmen überhaupt (billiges) ZNb-Geld bekommen ist per se schon fraglich.
Also alter, aber guter Wein, in neuen Schläuchen !

Max

25.01.2010, 09:11 Uhr

Aha....international abgestimmte Maßnahmen.
Versucht man uns jetzt auf diesem Weg eine Welt Finanzregelung schmackhaft zu machen ?
Die Welt - Regierung ist dann auch nicht mehr weit.
Leute - lasst euch nicht für dumm verkaufen !!!

Herbert M.

25.01.2010, 09:16 Uhr

Korruptes, verlogenes Politikerpack !
Wir brauchen ein Finanzsystem welches an WERTE gebunden ist und keinen Zins und Zinseszins erhebt !
Alles andere ist Augenwischerei !
Aber die Schafe gehen auf diese Diskussion ein :-(

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