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15.01.2013

18:28 Uhr

Finanzminister Schäuble

Zypern muss vor Hilfe Reformen nachweisen

Der Bankensektor Zyperns ist dringend sanierungsbedürftig. Vor einem milliardenschweren Hilfspaket soll der Euro-Staat allerdings erst einmal seine Geldwäschestandards reformieren, fordert nun Finanzminister Schäuble.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble entgehen jährlich Milliarden durch Dividenden-Tricks. dapd

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble entgehen jährlich Milliarden durch Dividenden-Tricks.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich gegen eine rasche Hilfe für den angeschlagenen Euro-Staat Zypern ausgesprochen. Es müsse "belastbare Verpflichtungen zur Einhaltung des internationalen Geldwäschestandards geben", sagte Schäuble am Dienstag in der Sitzung der CDU/CSU-Bundesfraktion nach Angaben von Teilnehmern. Es gebe deshalb keine Absicht, kurzfristig und unter Zwängen zu entscheiden.

Zugleich kritisierte Schäuble die Weigerung von Präsident Dimitris Christofias, Privatisierungen zuzustimmen. Das Problem Zyperns sei von ungewöhnlicher Größenordnung, wenn man auf das Bruttoinlandsprodukt und die Verschuldung des Landes schaue.

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Zypern braucht die Hilfe Europas. Doch die Regierungen zögern. Dagegen hilft Zyperns Notenbank mit Krediten über zehn Milliarden Euro. Bei einer Staatspleite könnte der Verlust bei den anderen Euro-Notenbanken landen.

Vertreter der Euro-Zone und der Internationale Währungsfonds verhandeln derzeit mit dem Land über ein Hilfspaket im Volumen von 17,5 Milliarden Euro. Der Mittelmeerstaat braucht das Geld vor allem, um seinen aufgeblähten und maroden Bankensektor zu sanieren. Etliche EU-Partner werfen dem Land vor, dass es mit laxen Geldwäschekontrollen enorme Summen aus Russland angezogen habe.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

15.01.2013, 18:41 Uhr


Lieber Minister, bedenken Sie bitte bei ihrer zunächst zutreffenden Forderung:

die cleveren Jungs seifen Sie ein...... Wenn schon Bayern und Schwaben Lügengebilde zur Täuschung ihrer Wähler aufbauen, dann...

Golo123

15.01.2013, 19:16 Uhr

Sicherlich ist doch Zypern systemrelevant, ....
... mindestens so wie GR.........
das ist alternativlos......

Ich könnten vor EUdssr- und Europablindheit kot.....

Account gelöscht!

15.01.2013, 19:54 Uhr

Richtig, Golo 123.
Vor dem Hintergrund, dass kein €-Land fallen gelassen wird und die EZB alles tun wird, um ein €-Land zu „retten“, macht die Forderung nach Erfüllung irgendwelcher Auflagen keinen Sinn.
Alles bloß Geschwätz vor der Wahl, an das man sich nach der Wahl nicht mehr erinnern wird.
So kann man heute schon sagen: „Was wird ihn morgen sein Geschwätz von heute interessieren.“

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