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14.03.2012

19:50 Uhr

Finanzminister Venizelos

Erst Schuldenschnitt, dann Rücktritt

Eine Schlüsselfigur des griechischen Schuldenschnitts gibt auf. Finanzminister Evangelos Venizelos tritt zurück. Er will sich auf die Führung seiner Partei konzentrieren, in die Regierung könnte er bald zurückkehren.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos strebt an die Parteispitze. dpa

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos strebt an die Parteispitze.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat wenige Tage nach dem historischen Schuldenschnitt seinen Rücktritt angekündigt. Er werde von seinem Posten zurücktreten, sobald er formal zum Vorsitzenden der sozialistischen Partei (Pasok) ernannt werde, erklärte Venizelos am Mittwoch. Weil er der einzige Kandidat für den Vorsitz ist, gilt seine Wahl auf dem Parteitag am Sonntag als gewiss.

Die Kür des Vorsitzenden ist die Weichenstellung der Sozialisten für die vorgezogene Parlamentswahl, die Ende April oder Anfang Mai stattfinden soll. Griechische Medien spekulieren seit längerem über einen Rücktritt Venizelos als Finanzminister, um sich ganz auf die Führung der Partei konzentrieren zu können. Derzeit liegen die Sozialisten in den Umfragen hinter den Konservativen, die laut ihres Vorsitzenden Antonis Samaras eine absolute Mehrheit anstreben.

Der Schuldenschnitt läuft für Griechenland besser als gedacht. Durch den erfolgreichen Schuldenerlass wird die griechische Gesamtverschuldung bis 2020 stärker als bislang berechnet sinken. Erwartet wird eine Quote von 117 Prozent der Wirtschaftsleistung. Dies geht aus der jüngsten Troika-Analyse hervor, wie der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker am Montagabend nach einem Treffen der Eurogruppe bekannt gab.

Bislang hatte die Eurogruppe mit einem Abbau der Gesamtverschuldung von derzeit 164 Prozent auf 120,5 Prozent gerechnet. Athens Finanzchef Evangelos Venizelos hatte zuvor bekannt gegeben, dass Banken und Fonds Anleihen im Wert von knapp 180 Milliarden Euro umgetauscht hätten. Das unerwartet gute Ergebnis werde nicht für eine Lockerung der Sparmaßnahmen verwendet, sondern als Puffer benutzt, sagte Juncker.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Gina

14.03.2012, 19:55 Uhr

Venizelos & Schäuble haben die Kleinanleger hinter die Fichte gelockt u. mit dem Wort "Freiwilligkeit" des Umtasches belogen.
Schande über Euch u. auch die dt. Kanzlerin, die mitgespielt hat!!!

Account gelöscht!

14.03.2012, 21:03 Uhr

Mit diesem Kommentar wird wohl hoffentlich auch dem letzten klar was hier in Deutschland los ist. Eine braune Brühe klemmt sich an das Griechenland Spektakel dran und denkt seine kranken Hirnspiele ungestraft in die Welt posaunen zu dürfen. Danke an die Bildzeitung und allen Neurotikern solche Hirnlosen erschaffen zu haben. Werdet Ihr auch die Suppe auslöffeln die Ihr angerichtet habt?

Je mehr positive Nachrichten aus Griechenland kommen, desto rauher der Ton. Wenn schon nicht die Welt, oder zumindest Griechenland zugrunde geht, dann wenigstens mit ein paar rasistischen Sprüchen sich ein letztes mal profilieren.

Mazi

14.03.2012, 21:10 Uhr

@PundC
Der Kommentar geht aber ganz daneben. Mir scheint, als wäre nicht bekannt, um wen es hier geht.

Wer den Sachverhalt verfolgt hat, ist geneigt eine noch viel härtere Sprache als angemessen anzusehen.

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