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10.12.2014

08:38 Uhr

Fiskalquote

Anteil der Steuern an Wirtschaftskraft gestiegen

Die Industrieländer haben im vergangenen Jahr mehr Steuern eingenommen, der Anteil von Steuern und Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung ist somit gestiegen. Auch in Deutschland stieg die Fiskalquote erneut.

In Deutschland stieg die Fiskalquote nur leicht auf 36,7 von 36,5 Prozent und damit das zweite Jahr in Folge. dpa

In Deutschland stieg die Fiskalquote nur leicht auf 36,7 von 36,5 Prozent und damit das zweite Jahr in Folge.

BerlinIn den meisten Industrieländern ist der Anteil der Steuern und Sozialausgaben an der Wirtschaftskraft erneut gestiegen. Im OECD-Schnitt kletterte er 2013 auf 34,1 von 33,7 Prozent und damit das dritte Mal in Folge, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch mitteilte.

Die OECD begründete den Trend mit höheren Steuereinnahmen. Vor allem Einkommens- und Körperschaftssteuern legten in Zeiten wachsender Wirtschaft meist schneller zu als das Bruttoinlandsprodukt. „Zudem haben viele Staaten die Steuersätze angehoben und/oder die Bemessungsgrundlage für Steuern verbreitert.“

In Deutschland stieg die sogenannte Fiskalquote nur leicht auf 36,7 von 36,5 Prozent und damit das zweite Jahr in Folge. Sie liegt OECD-weit in Dänemark mit 48,6 Prozent am höchsten, in Mexiko mit 19,7 Prozent am niedrigsten.

Die OECD plädierte zudem dafür, „den Steuermix beschäftigungs- und wachstumsfreundlicher zu gestalten und statt Einkommen stärker Konsum und Vermögen zu besteuern“. Zudem sollten reduzierte Mehrwertsteuersätze weitgehend abgeschafft werden.

Denn damit lasse sich die Steuerbasis verbreitern, argumentiert die Industriestaaten-Gruppe. Dies führe letztlich zu höheren Einnahmen – „ohne dass die Mehrwertsteuersätze insgesamt angehoben werden müssten“. Vielmehr hätten Staaten dann sogar Spielraum, um die regulären Sätze zu senken.

Ferner würden reduzierte Mehrwertsteuersätze „Gutverdienerhaushalte“ oft eher begünstigten als Haushalte mit geringerem Einkommen. Besonders kontraproduktiv seien ermäßigte Sätze für Hotelaufenthalte, Restaurant-, Theater- und Kinobesuche sowie Bücher. Einen sozialen Ausgleich könnte man laut OECD besser über einkommensabhängige Leistungen oder Steuergutschriften erreichen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

10.12.2014, 09:25 Uhr

Heißt nichts anderes, dass die Steuer- und Abgaben Abzocke am Bürger weiter angestiegen ist und die Staatsquote somit einen neune Höchststand erreicht hat.
Dem Bürger bleibt immer weniger zum Aufbau seines eigenen Wohlstands übrig. Der Staat wird immer Gieriger und belässt mit der hohen Steuer- und Abgabenlast den Bürger in Deutschland in den Niederungen des Überlebenskampf.

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