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24.06.2013

06:31 Uhr

Flucht aus Hongkong

Snowden versteckt sich auf Moskauer Flughafen

„Whistleblower“ Edward Snwoden hat Asyl in Ecador beantragt. Das südamerikanische Land gewährt bereits dem Wikileaks-Gründer Assange Schutz vor der US-Justiz. Noch aber soll sich Snwoden nicht in Südamerika befinden.

Auf der Flucht

Snowden will Asyl in Ecuador

Auf der Flucht: Snowden will Asyl in Ecuador

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MoskauNach der offiziellen Beschuldigung durch die US-Justiz hat der Enthüller der amerikanischen und britischen Geheimdienst-Spähprogramme, Edward Snowden, politisches Asyl in Ecuador beantragt. Das teilte der Außenminister des südamerikanischen Landes, Ricardo Patiño, am Sonntag im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter mit, nachdem Snowden aus Hongkong zunächst nach Moskau geflohen war. Neue Enthüllungen Snowdens, unter anderem über ein beispielloses britisches Spähprogramm, sorgten am Wochenende zusätzlich für Aufregung.

Snowden hielt sich am frühen Montagmorgen noch im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo auf, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf einen Flughafensprecher berichtete. Aus Hongkong kommend war der US-Bürger dort am Sonntagnachmittag gelandet. Von Moskau aus wolle er nach Kuba weiterreisen, hieß es. Die nächste Maschine nach Havanna sollte am Montagnachmittag abheben.
Snowden wurde an Bord einer Linienmaschine nach Moskau von Rechtsexperten der Enthüllungsplattform Wikileaks und einem nicht näher genannten Diplomaten begleitet, wie Wikileaks mitteilte. Am Flughafen in Moskau warteten Fahrzeuge der ecuadorianischen Botschaft. Der ebenfalls von den USA gesuchte Wikileaks-Gründer Julian Assange hält sich seit einem Jahr in der Botschaft Ecuadors in London auf, weil er eine Auslieferung fürchtet.

Russische Nachrichtenagenturen hatten unter Berufung auf die Fluggesellschaft Aeroflot gemeldet, Snowden wolle am Montag über Havanna in die venezolanische Hauptstadt Caracas weiterfliegen. Ein Vertreter der russischen Sicherheitskräfte sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, in Russland liege nichts gegen Snowden vor, und es gebe keine Anweisung ihn festzunehmen.

Am Freitag hatte die US-Justiz den 30-Jährigen offiziell der Spionage beschuldigt, einen Haftbefehl ausgestellt und die Auslieferung verlangt. Die Behörden von Hongkong, wo Snowden seit Ende Mai untergetaucht war, hatten nach seiner Abreise erklärt, es habe keine ausreichende rechtliche Grundlage für eine Verhaftung gegeben.

Das Justizministerium in Washington erklärte am Sonntag, es bemühe sich bei der Strafverfolgung Snowdens um Zusammenarbeit mit den Behörden derjenigen Länder, in denen der US-Bürger möglicherweise Zuflucht finden werde.

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Kommentare (12)

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YesWeScan

23.06.2013, 10:38 Uhr

"wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht"


Es ist die Pflicht eines Bürgers, kriminelles Verhalten der Staatsorgane aufzudecken. Für die Aufdeckkung des Watergate-Skandals gab es den Pulitzerpreis, für die Aufdeckung des weltgrössten Abhörskandals wäre der Friedensnobelpreis angemessen.
Jeder EU-Bürger kann dies seit 2012 beantragen, siehe http://www.nobelprize.org/nomination/peace/

Hagbard_Celine

23.06.2013, 11:53 Uhr

Nachdem der Russe bezüglich Syrien auf dem G8 Gipfel endlos gemobbt wurde juckt den das natürlich schon.

Endlich mal den Ami so richtig ärgern und dabei auch noch gut aussehen, im Grunde genommen unwiderstehlich.

Das würde Putin zum Held für den kleinen Man Europas machen...

Soweit sind wir inzwischen gekommen, das Dissidenten in Russland Schutz vor den USA suchen.

Die Politik hinkt den Realitäten ganz schön hinterher.

Account gelöscht!

23.06.2013, 13:07 Uhr

Wer Edward Snowden von Staats-wegen jagt, ist der eigentliche Terrorist, weil er gegen die eigenen Gesetze verstößt und obendrein zu feige ist, sein eigenes verwerfliches Tun in seinem Spiegel ansehen zu müssen..!
Aber Achtung und aufgepasst:
Brüssel ist mittlerweile die europäische Hauptstadt der Bürokraten, Politiker, Lobbyisten - aber auch der GEHEIMDIENSTE..!
Getarnt als Diplomaten, Journalisten und sogar als Studenten sind die interessantesten jene der Europäischen Union. So gibt es inzwischen - die es offiziell gar nicht gibt - VIER verschiedene und gegen die anderen abgeschottete EU-Geheimdienste - nicht kontrollierbar, intransparent und aufgebaut wie in einer Diktatur und mit etwa 1.300 Mitarbeitern und Kosten von 230 Millionen:
- da gibt es das "INTELLIGENT ANALYSIS CENTER",
- da gibt es das "SATELLITE CENTER (SatCen),
- da gibt es das "INTELLIGENCE DIRECTORATE (IntDir) und
- da gibt es den "SITUATION ROOM"
jeweils mit einem Boss aus einem anderen EU-Land.
Die EU-Geheimdienste wollen nun "zum Wohle der Allgemeinheit" Zugang zu allen persönlichen Informationen, E-Mails und Browser-Verläufen; diese Truppe nennt sich dann
"EUROPÄISCHE AGENTUR für NETZ- und INFORMATIONS-SICHERHEIT" (ENiSA)
Und diese "Organisation" ist auf Kreta in Heraklion angesiedelt, damit die "dummen" EU-Bürger nichts mitbekommen sollen. Es freut die EU-Union, dass sich die Bürger über die NSA- und US-Schnüffelei aufregen und nicht merken, wie sie selber von den eigenen Diensten beschnüffelt werden - schlimmer als es in der verbrecherischen DDR üblich war..!

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