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20.08.2015

13:04 Uhr

Flüchtlinge in Europa

Christen willkommen, Muslime nicht?

„Niemand hat euch eingeladen“: Die Slowakei will keine muslimischen Flüchtlinge mehr aufnehmen. Auch in anderen Ländern wächst die religiöse Diskriminierung – doch nicht in allen. Unsere Korrespondenten berichten.

Auf Kos kommen jeden Tag Flüchtlinge an - viele sind Muslime. Doch die griechische Insel ist nicht ihr Ziel. Reuters

Angekommen

Auf Kos kommen jeden Tag Flüchtlinge an - viele sind Muslime. Doch die griechische Insel ist nicht ihr Ziel.

Athen/Düsseldorf/Istanbul/Mailand/Paris/Stockholm/ZürichSie leben in Zelten, in Schulen, in Containern, in Hotels: die Flüchtlinge in Deutschland. Bis zu 800.000 Flüchtlinge sollen bis Ende des Jahres nach Deutschland kommen, so die neuste Prognose des Amts für Migration. Weit mehr, als bisher angenommen. Welche Religion sie haben, spielt in der politischen Diskussion keine Rolle. Rechte Hetze gibt es dennoch – vor allem in den sozialen Medien lassen sich islamfeindliche Kommentatoren aus.

Hierzulande beschäftigt die Politik die Frage nach den 143 Euro Taschengeld in bar. Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) haben die Diskussion angestoßen. Sie plädieren für Sachleistungen statt Bargeld – und haben damit vor allem die hohe Zahl der Flüchtlinge aus den Balkanländern im Visier. „Die Höhe unserer Asylbewerberleistungen ist teilweise höher als ein Erwerbseinkommen in Albanien oder Kosovo“ , sagte der Minister in einem Interview. Innenminister Herrmann sprach wegen der Leistungen für „diese Gruppe“ von einer „Zumutung für die deutschen Steuerzahler”.

Während es in Deutschland ums Geld geht, debattiert die Slowakei um die Religion der Zuwanderer: Das Land will in den kommenden zwei Jahren keine Flüchtlinge muslimischen Glaubens mehr akzeptieren. Und wie ist die Situation in den anderen Ländern? Unsere Korrespondenten berichten.

Kommentare (181)

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Account gelöscht!

20.08.2015, 13:16 Uhr

Die Arabische Kultur ist einfach zu der europäischen unterschiedlich. Unsere christlich abendländliche Wertegemeinschaft ist einfach unterschiedlich zu der islamischen Welt. Unsere westliche Konsumwelt ist einfach unterschiedlich zu der morgenländischen Händlerwelt. Wir haben schon genug Menschen auf dem europäischen Kontinent aus jeder Kulturecke dieser Welt. Europa war und ist ein Vielvölkerstaat aber die europäische Wertewelt unterscheidet sich nun einmal von der der Arabischen- Islamischen Welt.

Herr Mario Müller

20.08.2015, 13:17 Uhr

da mussich doch gleich an meine Nachbarin denken die sich auch von den Muslimen bedroht fühlt. Nicht das sie jemas einen aus der Nähe gesehen hätte oder gar mit einem gesprochen hätte...

Herr Falk Jahr

20.08.2015, 13:18 Uhr

Ich wundere mich immer wie schnell wir Deutschen Zusammenhänge verstehen;-)

Top Einwanderungsländer:
Kanada – Anteil Muslime 2,0% - https://de.wikipedia.org/wiki/Kanada
USA – Anteil Muslime 0,9% - https://en.wikipedia.org/wiki/United_States
...
Meine Heimatstadt – aktuell 2,0% (so genau sagt das aber keiner)...
Duisburg Rheinhausen – aktuell ???

Für die Recherche habe ich nur streng geheime Informationen genutzt;-)

Die Frage liebes HB ist: Warum steuern die USA und Kanada diesen Anteil so aktiv?

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