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01.09.2015

13:54 Uhr

Flüchtlinge in Europa

Lettland lehnt Verteilungsquote ab

Die EU-Kommission will Flüchtlinge nach einer verbindlichen Quote auf die Mitgliedstaaten verteilen. Das stößt auf Widerstand. Lettland fühlt sich an „Moskauer Zeiten“ erinnert – und plädiert für freiwillige Maßnahmen.

Die geplante EU-Quote für die Verteilung der Schutzsuchenden stößt auf großen Widerstand vor allem von Großbritannien und osteuropäischen Ländern. ap

Flüchtlinge in Berlin

Die geplante EU-Quote für die Verteilung der Schutzsuchenden stößt auf großen Widerstand vor allem von Großbritannien und osteuropäischen Ländern.

WienTrotz der Zuspitzung der Flüchtlingskrise in Europa lehnt Lettland eine Quote zur Aufteilung der Schutzsuchenden auf die EU-Mitgliedsstaaten weiterhin ab. „Uns hat der Versuch, den EU-Staaten verbindliche Quoten aufzuerlegen, ein bisschen an die Moskauer Zeiten erinnert“, sagte der lettische Außenminister Edgars Rinkevics der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ (Dienstagausgabe). Stattdessen plädiere sein Land für „freiwillige Maßnahmen“, sagte er.

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, Flüchtlinge nach einer verbindlichen Quote in Mitgliedstaaten zu verteilen. Dagegen gibt es aber großen Widerstand vor allem von Großbritannien und osteuropäischen Ländern. Unterdessen trafen in Bayern Hunderte Flüchtlinge ein, die sich in Zügen über Ungarn auf den Weg nach Österreich und Deutschland gemacht hatten.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Dirk Meyer

01.09.2015, 14:20 Uhr

Frau Merkel! Europa ist gescheitert! Niemand will Solidarität mit Deutschland! Das Geld nimmt man gerne! Wenn es um die Verteilung von Flüchtlingen geht, dann stehen Sie alleine da! Also jetzt stehen Sie zu Ihrem Wort! Kündigen Sie Schengen!

Herr Old Harold

01.09.2015, 14:27 Uhr


Sehr unklug von Lettland:

Der Anteil der Russen unter der lettischen Bevölkerung, die Putin, wie auch die Russen in Georgien und auf der Krim "befreien" könnte, liegt bei 45 %.

Bei einigen Hunderttausend Flüchtlingen aus Nahost und Afrika, würde der Anteil der Russen erheblich schrumpfen.

Herr Holger Narrog

01.09.2015, 14:41 Uhr

Bislang habe ich noch keinen Artikel in Deutschen Medien gesehen in denen der Grund erläutert wird warum sogenannte Flüchtlinge, Menschen aus den 3. Welt Ländern in die hiesige Sozialhilfe angelockt und nach erfolgreicher "Flucht" integriert werden sollen.

Woher sollen dann die Osteuropäer wissen warum Sie "Flüchtlinge" in ihre Wohlfahrtssysteme aufnehmen sollen.

Im Übrigen liegen die Wohlfahrtseinkommen in den Ländern Osteuropas meist nicht über den Einkommen im Mittleren Osten und Afrika. Eine "Flucht" erscheint nicht sinnvoll, oder lukrativ. Die Fluchtkosten wären damit nicht zu decken. Ich nehme an, die "Flüchtlinge" die per Quote Lettland, Bulgarien, etc. zugedacht wären, würden rasch nach Deutschland weiter "fliehen".

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