Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.05.2016

11:53 Uhr

Flüchtlinge in Griechenland

Erneut Randale in Idomeni

Das Flüchtlingslager an der griechisch-mazedonischen Grenze sollte eigentlich längst geräumt sein. Trotzdem harren noch Tausende Flüchtlinge in Idomeni aus. Immer wieder kommt es zu Krawallen – so auch am Mittwochabend.

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an der griechisch-mazedonischen Grenze wurden vier Demonstranten und zwei Polizisten verletzt. AP

Zusammenstöße zwischen Flüchtlingen und Polizisten

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an der griechisch-mazedonischen Grenze wurden vier Demonstranten und zwei Polizisten verletzt.

AthenDie griechische Polizei hat Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, um eine Gruppe von rund 300 randalierenden Migranten daran zu hindern, den mazedonischen Grenzzaun in der Nähe des wilden Lagers von Idomeni zu durchbrechen. Wie griechische Medien am Donnerstag berichteten, hätten die Randalierer einen Eisenbahnwaggon bis zur letzten Absperrung der griechischen Polizei geschoben, um ihn anschließend als Rammbock zu nutzen, um den Zaun auf der mazedonischen Seite einzureißen.

Die Lage hatte sich am Donnerstagmorgen beruhigt. Viele Randalierer aber auch unbeteiligte Migranten, darunter Kinder, litten jedoch an Atemwegebeschwerden wegen der beißenenden Luft, die die Tränengaswolken erzeugten. Vier Demonstranten und zwei Polizisten wurden leicht verletzt.

Griechische Medien kritisieren die Regierung, die das improvisierte Lager eigentlich bis Anfang Mai räumen wollte. Bisher ziehen die Flüchtlinge von dort nur langsam ab – derzeit halten sich nach Informationen des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise noch rund 9000 Menschen dort auf.

Flüchtlinge in Griechenland: Selbst arm und trotzdem hilfsbereit

Flüchtlinge in Griechenland

Selbst arm und trotzdem hilfsbereit

Brennende Unterkünfte auf der einen, offene Türen und Spenden auf der anderen Seite: Die Griechen begegnen der Flüchtlingskrise zwiespältig. Doch ihre Solidarität reißt nicht ab – obwohl sich die Lage weiter zuspitzt.


Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×