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13.08.2016

11:26 Uhr

Flüchtlinge in Griechenland

Wieder mehr Migranten wählen die Ägais-Route

Infolge des Flüchtlingspakts zwischen EU und Türkei kamen zuletzt deutlich weniger Migranten über die Ägäis nach Griechenland. Die Zahl der Flüchtlinge ist jetzt wieder gestiegen – auf den Inseln herrscht weiter Chaos.

Im Februar zog es täglich bis zu 2000 Flüchtlinge über die Türkei auf die griechischen Inseln. dpa

Flüchtlinge auf der Ägäis

Im Februar zog es täglich bis zu 2000 Flüchtlinge über die Türkei auf die griechischen Inseln.

AthenDie Zahl der Migranten und Flüchtlinge, die aus der Türkei nach Griechenland übersetzen, ist in den vergangenen Tagen gestiegen. Zwischen Freitag- und Samstagmorgen setzten 145 Menschen von der türkischen Ägäis-Küste zu den griechischen Inseln über, wie der Flüchtlingskrisenstab am Samstag in Athen mitteilte.  

Am Vortag hatte der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas nach einem Treffen mit Regierungschef Alexis Tsipras erklärt, der leichte Anstieg sei kein Anzeichen dafür, dass die Türkei den Flüchtlingspakt mit der EU nicht einhält. 

Bericht: EU-Flüchtlingshilfe für Griechenland hinter Soll

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Weniger Frontex-Beamte, Asyl-Experten und Dolmetscher - laut einem Bericht soll die Zahl der entsandten Fachleute nach Griechenland wesentlich geringer sein als versprochen. Dadurch verzögerten sich die Asylverfahren.

In den Registrierzentren auf den Ostägäis-Inseln harrten am Samstag 10.462 illegal eingereiste Menschen aus. Es gibt derzeit aber nur Unterbringungsmöglichkeiten für 7450 Menschen. Um die Lage dort zu entschärfen, werden inzwischen Migranten zum Festland gebracht.

Vor Inkrafttreten der Vereinbarung waren im Februar durchschnittlich fast 2000 Migranten pro Tag aus der Türkei nach Griechenland gekommen. Danach sanken die Zahlen nach offiziellen Angaben auf im Schnitt pro Tag 121 im April, 55 im Mai, 51 im Juni sowie 59 im Juli. Bis zum 13. August stieg die Zahl wieder: Im Schnitt setzen täglich knapp 100 Menschen illegal aus der Türkei zu den Ostägäis-Inseln über.

Von

dpa

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