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07.01.2016

18:16 Uhr

Flüchtlingskrise

EU-Kommission ist unzufrieden mit türkischem Beitrag

Milliardenhilfen, Visa-Erleichterungen, die Perspektive auf einen EU-Beitritt: Die Hilfe der Türkei in der Flüchtlingskrise ist teuer erkauft. Doch der Zustrom reißt nicht ab. Brüssel zeigt sich unzufrieden.

Von der Türkei aus versuchen viele Flüchtlinge, über das Mittelmeer nach Griechenland zu gelangen. Die EU setzt auf die Zusammenarbeit mit Ankara, um die Zahl der Flüchtlinge zu verringern. AFP

Ankommende Flüchtlinge auf Lesbos

Von der Türkei aus versuchen viele Flüchtlinge, über das Mittelmeer nach Griechenland zu gelangen. Die EU setzt auf die Zusammenarbeit mit Ankara, um die Zahl der Flüchtlinge zu verringern.

AmsterdamAngesichts des fast unverminderten Zustroms von Flüchtlingen nach Europa hat sich die EU-Kommission über die Türkei unzufrieden gezeigt. Zwar sei die Zusammenarbeit mit den Behörden positiv, sagte der Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans am Donnerstag in Amsterdam. Es gebe aber noch viel Arbeit. Der Niederländer kündigte an, das Thema am Montag bei einem Besuch in Ankara anzusprechen.

Die Türkei hatte versprochen, die Zahl der in Europa ankommenden Flüchtlinge zu verringern und soll dafür unter anderem Milliardenhilfen und Visa-Erleichterungen für ihre Bürger bekommen. Uno-Zahlen zufolge kamen aber in der vergangenen Woche im Schnitt täglich 3005 Flüchtlinge im Nachbarstaat Griechenland an. In der letzten Novemberwoche waren es über 2800 und im Dezember zwischen 3000 bis 3600.

Die meisten der Flüchtlinge und Migranten reisen nach Deutschland weiter. So zählte allein die Bundespolizei am Mittwoch nach eigenen Angaben 2364 Einreisen. Zum Wochenbeginn waren es jeweils mehr als 3000. Kanzlerin Angela Merkel hat sich strikt dagegen ausgesprochen, Flüchtlinge und Migranten an der deutschen Grenze zurückzuweisen und setzt stattdessen auf die Zusammenarbeit mit der Türkei.

Von

rtr

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