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21.05.2012

15:51 Uhr

Folge der Krise

Griechische Löhne sinken drastisch

Die Löhne in Griechenland sind seit vergangenem Jahr um fast ein Viertel gesunken. Einer aktuellen Studie zufolge liegt der Nettoverdienst momentan bei jährlich 13.167 Euro.

Bauarbeiter in Athen: Griechische Löhne sanken um 23 Prozent. dpa

Bauarbeiter in Athen: Griechische Löhne sanken um 23 Prozent.

BrüsselDie Griechen verdienen nahezu ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr. Der Nettoverdienst - nach Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben - liegt derzeit bei jährlich 13.167 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Lohn damit um fast 23 Prozent gesunken. Das geht aus einer Studie hervor, die die konservative Brüsseler Denkfabrik New Foundation am Montag vorstellte.

Damit liegen die Bürger des krisengeschüttelten Staates immer noch weit vor den europäischen Schlusslichtern Bulgarien und Rumänien. Hier liegt der Nettolohn der Untersuchung zufolge derzeit bei 2772 und 3594 Euro pro Jahr. Auch in Litauen und Ungarn bleiben Arbeitnehmern weniger als 5000 Euro pro Jahr. Topverdiener sind die Luxemburger (34.066), gefolgt von den Dänen (28.997), Iren (28.164) und Niederländern (28.004).

Von

dpa

Kommentare (8)

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Pleite

21.05.2012, 16:29 Uhr

Das haben wir in Deutschland schon seit Einführung des Euros. Bislang haben die Griechen also gut gelebt - und die anderen PIGS, inkl. Frankreichs. Jetzt ist das System am Ende. Deutschland könnte gar nicht so viel zahlen, wie erforderlich wäre, um den Lebensstandard dort zu halten. Und zum deutschen Staatsbankrott führt das Schuldenmachen ohnehin. In spätestens 2 Jahren ist Deutschland offiziell pleite!!

Schlaumeier

21.05.2012, 16:35 Uhr

Die zentrale Frage ist doch: Wie stets mit der Produktivität?
Die kann in Griechenland nicht sehr hoch sein. Der Arbeiter, Angestellte und gerade der Beamte waren und sind drastisch überbezahlt. Ist doch vollkommen in Ordnung, dass dies korrigiert wird. Nicht immer gleich weinen, wenn´s um Griechenland geht. [....]

[+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

Roland

21.05.2012, 17:00 Uhr

Man muss bitte bedenken, dass in Griechenland die Produktivität bei 60% liegt. Die Lohnstückkosten liegen bei 130%. Bislang haben die Griechen also sehr gut gelebt. Wie sieht das in Spanien, Italien und Frankreich aus? Nicht anders. Jetzt ist das schöne leben in einem Euro-System am Ende. Bald auch für die Franzosen. In Spanien und Italien gehen auch schon langsam die Lichter aus. Warum will Herr Hollande wieder Schulden machen? Für was will er Schulden machen? Seine Wahlversprechen einzulösen? Alle Sozialisten können mit Geld leider nicht umgehen. Auch bei uns die SPD nicht. Frankreich wird dieses Jahr über 10% Schulden machen, deshalb das Aufbegehren, dass Wachstumsprogramme aufgesetzt werden. Aber welche? Wie sollen die aussehen? Wer soll sie finanzieren? Deshalb sollen die Schulden von uns und mittels Eurobonds finanziert werden? Schämen sich die Franzosen, Spanier und Italiener nicht? Die sollen arbeiten und nicht abzocken. Denkt bei uns auch einer an die Renter, die teilweise nur über € 500,00 Rente bekommen? Oder an die, die wirklich auf eine finanzielle Hilfe angewiesen sind, die nur HARTZ-IV beziehen? Also keine Zugeständisse. Hierzu sollte man eine Volksentscheidung herbeiführen können. Dann können wir auch sagen, das Volk hat gesprochen. So wie Herr Hollande auch argumentiert.

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