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29.04.2012

13:12 Uhr

Fonds mit Russland

China pumpt Milliarden in Osteuropa

Bis Ende Juni wollen China und Russland einen vier Milliarden Dollar schweren Investmentfonds bilden. Das Geld soll vor allem in Russland und sowjetischen Nachfolgestaaten investiert werden.

Der chinesische Vizepremier Li Keqiang und Russlands Präsident Wladimir Putin. AFP

Der chinesische Vizepremier Li Keqiang und Russlands Präsident Wladimir Putin.

MoskauRussland und China planen einen gemeinsamen Investmentfonds mit bis zu vier Milliarden Dollar (drei Milliarden Euro) Kapital. Dieser solle bis Ende Juni gebildet werden, teilte ein ranghoher russischer Vertreter am Samstag bei einem Wirtschaftsforum in Moskau mit.

Zuvor waren aus Anlass des Besuchs des stellvertretenden chinesischen Regierungschefs Li Keqiang in Moskau insgesamt 27 Wirtschaftsverträge unterzeichnet worden. Diese haben laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua einen Gesamtwert von 15 Milliarden Dollar.

Für das Joint Venture sollen der russische Fonds für Direktinvestitionen und die chinesische Investmentkorporation jeweils eine Milliarde Dollar einzahlen, wie der Chef des russischen Fonds, Kirill Dmitrijew, sagte. Demnach soll der neue Fonds zu 70 Prozent in Russland und GUS-Ländern investieren, und zwar in Bereichen wie Landwirtschaft, Transportwesen und Holzverarbeitung. Die anderen 30 Prozent sollen nach China gehen.

Am Donnerstag hatte Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao eine Kreditlinie von zehn Milliarden Dollar und einen 500 Millionen Dollar schweren Investmentfonds für den Handel mit den süd- und osteuropäischen Ländern angekündigt. Ziel sei es, den Warenaustausch mit der Region bis 2015 auf 100 Milliarden Dollar anzuheben.

Wen hatte bereits bei einem Besuch in Deutschland Anfang der Woche das Ziel ausgegeben, den deutsch-chinesischen Handel bis Ende 2015 auf 280 Milliarden Dollar ausbauen zu wollen. Im vergangenen Jahr waren es rund 190 Milliarden Dollar (144 Milliarden Euro).

Kommentare (2)

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Brasil

29.04.2012, 15:04 Uhr

Ja, die Chinesen und Russen wissen, was sie gegen die westlichen Finanzoligarchen zu tun haben. Hoffentlich nützt es noch was, denn die Regierungen der bisherigen Industrienationen sind längst besetzt von Marionetten der Rothschilds und Rockefellers, sprich Goldman & Co.!
Da meckere noch jemand gegen die russischen und chinesischen Kommunisten. Sie tun, hoffentlich nichrt nur kurzfristig, das was ihrem Volk nützt und kehren sich ab von dem Finanzoligarchen Clan!
Bravo, weiter so!

RobertSchumansErben

29.04.2012, 17:37 Uhr

Solange in Deutschland alleine der Wortschatz Sozial, bzw. solzialistisch mit Kommunismus und kommunistisch eingefärbt dargestellt wird, kann es keine Öffnung zum Osten geben. Bis die Politik der Machtfragmente der ozeanischen Bruderländer, dies schlußendlich in Europa begriffen haben, sind die Berge von Bildern dabei, das letzte Tafelsilber einzusammeln und die entsprechende Einweisung der Bevölkerung in stationäre Fahrzeuge, als vorübergehende Auffangeinrichtung zum endültigen Weitertransport ihrer Bestimmung zuzuführen. Erinnert mich an früher selbst Erlebtes.

Der Unterschied zu früher. Keiner, früher war alles Anders. Nur heute will das keiner so richtig glauben. Warum? Die Menschen sind nicht mehr dem Glauben verfallen, sondern dem täglichen Erhaschen von glänzenden Talern. Ein Schein genügt oftmals dem jeweils entsprechenden Glückspilz zur Weiterbildung. Lotterie mit Ansage, pur.

Only Money it is today the real name of all culture in the Western Hemisphere.

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