Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2017

22:23 Uhr

Ford, GM, Fiat Chrysler

US-Autobauer machen Musik in Trumps Ohren

Nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump beteuern drei Autohersteller eine enge Zusammenarbeit mit der Regierung. Um Einzelheiten sei es freilich nicht gegangen. Unterdessen kritisiert FedEx Trumps Politik.

"Riesige Chance"? GM-Chefin Mary Barra (l.), mit Fiat Chrysler-Chef Sergio Marchionne (Mitte) und Ford-Chef Mark Fields äußern sich nach einem Treffen mit dem neuen US-Präsidenten Trump. AP

Die Spitze der großen US-Autobauer

"Riesige Chance"? GM-Chefin Mary Barra (l.), mit Fiat Chrysler-Chef Sergio Marchionne (Mitte) und Ford-Chef Mark Fields äußern sich nach einem Treffen mit dem neuen US-Präsidenten Trump.

WashingtonDrei Tage nach dem Amtsantritt von Donald Trump haben die führenden US-Autohersteller eine enge Zusammenarbeit mit der neuen Regierung angekündigt. "Wir sind vom Präsidenten und seiner Wirtschaftspolitik sehr ermutigt", sagte Ford -Chef Mark Fields am Dienstag nach einem Treffen im Weißen Haus.

General-Motors -Lenkerin Mary Barra sprach von einer "riesigen Chance", um Verbesserungen in den Bereichen Umweltschutz und Sicherheit zu erreichen und mehr Arbeitsplätze zu schaffen. An dem Treffen nahmen auch der Chef von Fiat Chrysler, Sergio Marchionne, und Trumps Stellvertreter Mike Pence teil.

Der Republikaner Trump hatte die Autohersteller wegen ihrer Fabriken in Mexiko scharf angegriffen und mit einem Importzoll von 35 Prozent gedroht. Besonders Ford stand dabei im Fokus.

Alle drei Konzerne haben in den vergangenen Wochen die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Investitionen in den USA angekündigt. Dennoch stecken sie weiter Geld in ihre mexikanischen Werke, wo die Löhne niedriger sind.

US-Manager bei Donald Trump: Auf dem Gabentisch des Weißen Hauses

US-Manager bei Donald Trump

Premium Auf dem Gabentisch des Weißen Hauses

In seiner ersten Arbeitswoche empfängt Donald Trump vor allem Manager. Er braucht sie für sein Versprechen, neue Jobs zu schaffen. Und die Konzernchefs wissen, wie sie die Gunst des US-Präsidenten erwerben können.

Trump forderte am Dienstag erneut, die Produktion in den USA zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen. Er hat versprochen, Vorschriften für Firmen zu lockern und Steuern zu senken. Marchionne zufolge ging es in dem Treffen aber nicht um Einzelheiten dazu. Ford-Chef Fields sagte, die Firmen wollten mit Trump zusammenarbeiten, um der US-Produktion zu einer Renaissance zu verhelfen.

Er lobte zudem die Entscheidung Trumps, den Ausstieg aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP zu beschließen. Bei dem geplanten Pakt sei etwa die Manipulation von Währungskursen nicht berücksichtigt worden.

FedEx kritisiert TPP-Ausstieg

Trump hatte am Montag formell erklärt, dass sich die USA aus dem TPP-Abkommen zurückziehen. Die Verhandlungen waren abgeschlossen, die USA haben den Vertrag aber noch nicht ratifiziert. TPP umfasst auch Länder wie Japan, Australien, Vietnam oder Chile, nicht aber China. Es sollte ein Gegengewicht zum wachsenden Einfluss der Volksrepublik sein.

Gegen den Ausstieg regt sich aber auch Kritik. Die Entscheidung sei "unglücklich", sagte der Chef des Paketdienstes FedEx, Fred Smith, dem Sender Fox Business Network. "Wenn man die USA vom Handel abschneidet, ist das wie der Versuch, ohne Sauerstoff zu atmen."

Der wahre Nutznießer der Entscheidung sei China. Zudem hingen 40 Millionen Arbeitsplätze in den USA vom Handel ab. Dessen Vorteile seien aber anders als Fabriken weniger sichtbar, beklagte Smith.

Faktencheck

Trumps Handelskrieg: Diese Branchen wären betroffen

Faktencheck: Trumps Handelskrieg: Diese Branchen wären betroffen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

rtr

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

25.01.2017, 08:52 Uhr

Wenn die USA ihre Indstrie und Produktion im eigenen Land wieder zur blühte bringt und innovative Produkte entwickelt und herrstellt und auch Produkte effizenter und billiger fertigen kann als andere Länder auf dieser Welt, dann wird die USA mit dem Handel in der Welt kein Problem haben. Die Nachfrage nach US Produkten "Made in USA" wird dann nämlich so groß sein, dass die USA bestimmen kann, mit wem Sie einen Deal eingehen will oder auch nicht. Die USA nimmt unter Trump ihr Schicksal wieder selbst in die Hand und gibt damit den Global agierneden Kapital Eliten endgültig einen Arschtritt.

Herr Vinci Queri

25.01.2017, 09:26 Uhr

>> Nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump beteuern drei Autohersteller eine enge Zusammenarbeit mit der Regierung. >>

Zu Deutschen Autobauern hat sich das Konzept der Amis noch NICHT durchgerungen :
die wollen weiterhin die Deutschen Arbeitsplätze in der Autoindustrie und ihren Zulieferer in die Billiglohnländer verlagern, um ihre Profite und Bonis zu steigern.
Und keine Regierung regt sich deswegen bei uns auf. Man hat ja das SKLAVENINSTRUMENT Agenda 2010 rechtzeitig eingeführt : mache aus einem Vollzeitarbeitsplatz 3 prekäre Arbeitsplätze und alle sind zufrieden.....es geht sogar RICHTUNG Vollbeschäftigung !

Was für eine Verarsche !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×