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28.02.2011

20:43 Uhr

Forderung abgewiesen

EU will Irland-Rettung nicht neu verhandeln

Irlands Forderung nach einer Neuverhandlung des Euro-Rettungspaktes ist von der EU abgewiesen worden. Einzig die Senkung der Zinsen für die Kredite aus dem Hilfspaket wurde in Aussicht gestellt.

Der irische Rettungspakt wird nicht neu verhandelt. Quelle: dpa

Der irische Rettungspakt wird nicht neu verhandelt.

BrüsselIrland stößt mit seiner Forderung nach einer Neuverhandlung des Euro-Rettungspaktes in Brüssel auf Ablehnung. EU-Währungskommissar Olli Rehn wollte am Montag den Vorschlag aus Dublin nicht kommentieren, sondern sagte dazu lediglich: „Wir werden der nächsten irischen Regierung weiter gerne bei der Umsetzung des Programms helfen.“ Der Währungskommissar stellte nur in Aussicht, dass die Zinsen, die Irland für Kredite aus dem Hilfspaket zahlen muss, gesenkt werden könnten.

Rehns Sprecher erklärte, das 85 Milliarden Euro schwere Hilfspaket vom vergangenen Jahr seit nicht mit der Regierung, sondern mit der Republik Irland abgeschlossen worden - und schon deswegen unabhängig von einem Regierungswechsel. Dabei verwies er auf die Bedeutung des Pakets: „Diese Programm ist das Beste für die irische Wirtschaft, um  auf einer solideren Basis neu zu starten.“

Im Gegenzug zu den Milliarden-Hilfen hatte Dublin konkrete Sparschritte zugesagt, um das  auf 32 Prozent der Wirtschaftsleistung explodierte Staatsdefizit zu drücken. Irland war im November 2010 als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm für Wackelkandidaten geschlüpft. Nach seinem Wahlsieg in Irland will der designierte Premierminister Enda Kenny die Konditionen für das Rettungspaket von EU und Internationalem Währungsfonds in Höhe von 85 Milliarden Euro neu verhandeln. Allerdings werden ihm dafür allgemein schlechte Chancen eingeräumt. 

Von

dpa

Kommentare (9)

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Zinssenker

28.02.2011, 21:35 Uhr

Für dumm verkaufen können wir uns alleine, Kollegen!

Einerseits "EU will Irland-Rettung nicht neu verhandeln"

und andererseits

"Der Währungskommissar stellte nur in Aussicht, dass die Zinsen, die Irland für Kredite aus dem Hilfspaket zahlen muss, gesenkt werden könnten."

Was bitte ist denn "Zinsen senken" anderes als "Konditionen neu verhandeln"??? Am Ende wollen die Iren weniger zahlen und wie ich unserer Regierung kenne, wird das auch gelingen.

tomtom

01.03.2011, 01:09 Uhr

Natürlich muss die EU was entgegenkommen, auch wenns keinem gefällt. Was wäre im Umgekehrten Fall ? Der Wahlsieger wird doch nicht sein Gesicht Zuhause verlieren wollen! Also könnte er auch: Raus aus dem Euro, alle Schulden auf die neue Währung umgestellt, die maroden Banken vor die Wand fahren lassen - so wie Argentinien es mal vorgemacht hatte. Schon bezahlen die Eu-Länder alles.
Und nach ein paar Jahren ist Irland wieder da wo es vor dem EU-Beitritt war: nicht reich aber solide. Und seine Bankmafia los!

Ist das nicht auchmal eine nette Gedankenspielerei ? Aber sowas will ja keiner lesen oder höhren :D
tomtom
Fan von: http://www.querschuesse.de/ DEM Wirtschaftsblog!

Account gelöscht!

01.03.2011, 06:58 Uhr

Ja,Ja die EU! Da weiß doch der Eine nicht was der Andere macht und Ahnung von der Materie haben beide nicht. Mich würds nicht wundern wenn die Bedingung nachverhandelt werden. Merkel dürfte einmal protestieren und dann ist die Sache aber doch "alternativlos" und wir finanzieren den Wahnsinn. Und bald arbeiten wir bis 70, damit sich die EU weiter verschulden kann und wir das refinanzieren können.

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