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18.05.2011

01:15 Uhr

Forderung der USA

Geithner fordert Übergangslösung vom IWF

Das Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfonds will offenbar Kontakt zum inhaftierten IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn aufnehmen. Die USA haben den IWF aufgefordert eine Interimsführung zu benennen.

US-Fianzminister Timothy Geithner. Quelle: Reuters

US-Fianzminister Timothy Geithner.

Washington/New YorkNach der Verhaftung von Dominique Strauss-Kahn hat US-Finanzminister Timothy Geithner eine Übergangslösung für die Führung des Internationalen Währungsfonds gefordert.

Strauss-Kahn sei „offensichtlich nicht in der Lage“, den IWF zu lenken, sagte Geithner am Dienstag in New York. „Es ist wichtig, dass der Verwaltungsrat formell jemanden für eine Übergangszeit einsetzt, der als geschäftsführender Direktor agieren kann“, zitiert das „Wall Street Journal“ den Politiker.

Er sei aber zuversichtlich, dass der IWF durch die gegenwärtige Herausforderung steuern könne und seine Rolle in der Finanzwelt spielen werde. „Da passiert gerade eine Menge in der Welt und da möchte man, dass der Währungsfonds hilfreich ist“, sagte Geithner. „Ich bin aber überzeugt, dass er dazu in der Lage sein wird.“

Der IWF hatte zuvor Strauss-Kahns Stellvertreter John Lipsky mit der Führung der Geschäfte beauftragt. Strauss-Kahn ist wegen sechs Straftaten angeklagt, dabei wegen einer gleich zweimal. Er soll am Samstag ein Zimmermädchen in einem New Yorker Hotel überfallen und bedrängt haben. Dafür drohen ihm 25 Jahre Haft. Derzeit sitzt er auf einer Gefängnisinsel in New York.

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