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23.01.2005

09:20 Uhr

Fortschritte bei Gewaltabbau

Israel bietet Verzicht auf Militäraktionen an

Als Reaktion auf die Bereitschaft der extremistischen Organisationen der Palästinenser, einen Waffenstillstand zu versuchen, hat Israel ein Ende von Militäraktionen in den Autonomiegebieten angekündigt.

HB BERLIN. Die israelische Regierung hat sich am Sonntag bereit erklärt, auf Militäraktionen in den palästinensischen Autonomiegebieten zu verzichten. Die Bedingung für diesen Schritt sei allerdings, dass die extremistischen Palästinenserorganisationen ihren zuvor verkündeten Willen zum Waffenstillstand mit Israel umsetzten.

«Solange es dort ruhig ist, gibt es keinen Grund, warum wir eingreifen sollten», sagte Verteidigungsminister Schaul Mofas im israelischen Rundfunk. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas habe die Zusicherung der Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad erhalten, ihre Angriffe auf Israel einzustellen.

Diese beiden Gruppen hatten von Fortschritten bei den Gesprächen über einen Gewaltverzicht gesprochen, ein förmliches Abkommen aber noch nicht bestätigt. Abbas hatte in den vergangenen fünf Tagen wiederholt mit Vertretern der militanten Gruppen gesprochen.

«Hamas ist bereit, auf Rufe nach Ruhe positiv zu reagieren, wenn Israel seine Aggressionen stoppt», hatte der der Sprecher der Hamas-Organisation im Gazastreifen, Sami Abu Suhri, am Samstag gesagt. «Wir können keine Waffenruhe akzeptieren, bevor sich die Besatzer klar auf ein Ende der Angriffe verpflichtet haben.»

Ein Führer der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden hatte sich am gleichen Tag ganz ähnlich geäußert: Seine Organisation werde einen Waffenstillstand akzeptieren, «wenn dieser gegenseitig ist und sich auch Israel dazu verpflichtet».

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