Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.10.2011

10:54 Uhr

François Hollande

Jetzt gilt es für den Favoriten

VonTino Andresen

François Hollande galt bei der Präsidentschaftsvorwahl als Favorit der französischen Sozialisten. Doch nun muss er in die Stichwahl mit Nachfolgerin Martine Aubry. Sie kennt die Angriffspunkte des ehemaligen Parteichefs.

François Hollande: Der 57-Jährige war nie Minister. AFP

François Hollande: Der 57-Jährige war nie Minister.

ParisFrançois Hollande ist seiner Favoritenrolle bei der Präsidentschaftsvorwahl der französischen Sozialisten gerecht geworden. Mit nicht ganz 40 Prozent der abgegebenen Stimmen ist es ihm aber nicht gelungen, sich – wie insgeheim erhofft – schon im ersten Wahlgang durchzusetzen. Dazu wären 50 Prozent notwendig gewesen. 

Jetzt muss der ehemalige Parteichef in die Stichwahl mit seiner Nachfolgerin Martine Aubry. Das könnte unangenehm für den 57-Jährigen werden. Denn Aubry hat ihn zuletzt durchaus wirkungsvoll attackiert, ihm Unentschlossenheit unterstellt und gewarnt, mit ihm gebe es eine „lasche Linke“. Einen weiteren Angriffspunkt bietet seine fehlende Regierungserfahrung – Hollande war nie Minister. 

In der Öffentlichkeit galt er auch deshalb lange Zeit als Leichtgewicht. Nach einer Abmagerungskur hat er politisch an Gewicht und präsidialer Statur gewonnen. Im Gegensatz zum konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy will er ein „normaler Präsident“ sein und sich charakterisieren durch Konstanz, Kohärenz, Vision, Stabilität und Zuhören. 

Die Mutter seiner vier Kinder und heutige Rivalin, Ségolène Royal, die 2007 noch gegen Sarkozy angetreten war und diesmal abgeschlagen nur auf Platz vier von sechs Bewerbern landete, kritisiert den Slogan scharf: „Man benutzt das Wort normal, um zu sagen: Schlaft gut, liebe Leute. Keiner wird Euch stören, niemand wird etwas bewegen.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×