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25.01.2012

15:13 Uhr

Frank Mattern

Kontakte, Ideen und ein Tänzchen

VonTanja Kewes

Für McKinsey-Deutschlandchef Frank Mattern ist Davos ein international einmaliges Ereignis, weil er viele Klienten und Persönlichkeiten trifft. Aber auch, weil er mal richtig feiern kann - auf der eigenen Party.

Frank Mattern, Geschäftsführer Deutschland der Unternehmensberatung McKinsey, in Berlin. picture alliance / dpa

Frank Mattern, Geschäftsführer Deutschland der Unternehmensberatung McKinsey, in Berlin.

DüsseldorfDer dunkelgraue Anzug, das Hemd mit Manschetten, eine akkurat gebundene Krawatte und ein korrekter Scheitel gehören eigentlich zu Frank Mattern wie die verrückten Kostüme zu Lady Gaga. Einmal im Jahr legt der Deutschlandchef der weltgrößten Strategieberatung McKinsey diese Arbeitsuniform und -haltung aber ab – in Davos beim Weltwirtschaftsforum. Auf 1600 Metern Höhe pflegt und genießt er den informellen Dresscode mit Pullover.

Für Mattern ist Davos ein einmaliges Ereignis, und deshalb ist er dieses Jahr zum fünften Mal mit dabei. Es existierten zwar viele andere interessante Managertreffen wie das Evian-Event oder der Microsoft CEO Summit, aber die globale Ausstrahlung des Weltwirtschaftsforums habe sonst keines, sagt Mattern.

Er schließt sich deshalb auch nicht den Kritikern an, die Davos für einen Rummelplatz der Eitelkeiten und eine rein kommerzielle Veranstaltung halten. „Es gibt viele Davos, nicht nur das eine“, sagt er. So findet das offizielle Davos im Kongresszentrum statt. Das inoffizielle besteht aus speziellen Runden und Zirkeln sowie darüber hinaus unzähligen Rückzugsmöglichkeiten für Topsecret-Gespräche.

Kurzum: „Davos lohnt sich“, im besten Sinne des Wortes, für den Topmanager Mattern. Für den 50-jährigen Strategieberater ist Davos „die beste Gelegenheit des Jahres“, viele Klienten und Persönlichkeiten aus anderen Bereichen zu treffen und eine Einschätzung dafür zu bekommen, wie es wirtschaftlich und politisch weitergeht in der Welt. In Erinnerung geblieben ist ihm etwa Chinas Premierminister. Wen Jiabao verkörpere in seinen Auftritten das neue Selbstbewusstsein der Volksrepublik. „Der berühmt-berüchtigte Davos Consensus hat in den vergangenen Jahren zwar schon häufig danebengelegen. Das Treffen gibt mir jedoch jedes Jahr ein gutes Gefühl dafür, wie die anderen die Dinge einschätzen und welche Trends es gibt“, sagt Mattern.

Auf die zunehmende Bedeutung und den starken Einfluss von sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing und Twitter etwa ist Mattern in Davos aufmerksam geworden. Um die Beratungskompetenz in diesem Bereich zu entwickeln, hat McKinsey deshalb jetzt mit „Social Media Excellence“ ein eigenes Projekt aufgesetzt. Mattern sieht in diesem Bereich gute Geschäftschancen. Denn: „In der deutschen Wirtschaft wird die Bedeutung von Social Media noch unterschätzt“, sagt er.

Auf neue Ideen zu kommen, kann auch – oder gerade – als Berater nicht schaden. Die Unternehmensberatung McKinsey erneuert sich gerade. Dazu gehören neben der Erschließung neuer Geschäftsfelder wie Social Media auch ganz neue Ansätze wie das „Capability Center“ von McKinsey in München, in dem Manager praxisnah geschult werden.

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