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15.01.2015

15:21 Uhr

Frankreich

19.000 Angriffe auf Internetseiten

Hacker haben nach den Attentaten von Paris Tausende Internetseiten attackiert. Getroffen wurden Seiten militärischer Einheiten, aber auch von Unternehmen bis hin zu einem Pizzarestaurant.

Tausende Webseiten in Frankreich wurden durch gezielte Überlastung zum Absturz gebracht. dpa

Tausende Webseiten in Frankreich wurden durch gezielte Überlastung zum Absturz gebracht.

ParisIn den wenigen Tagen seit der tödlichen Terrorwelle in Paris hat es nach offiziellen Angaben Cyberattacken auf 19.000 französische Internetseiten gegeben. Die Zahl nannte der für die Cybersicherheit zuständige Admiral Arnaud Coustillière am Donnerstag in Paris.

Die meisten der Angriffe seien von „mehr oder weniger strukturierten“ Gruppen verübt worden, darunter einige bekannte islamistische Hackergruppen. Getroffen worden seien Seiten militärischer Einheiten, aber auch von Unternehmen bis hin zu einem Pizzarestaurant. Meist habe es sich um kleinere sogenannte Denial-of-Service-Attacken gehandelt. Dabei werden Webseiten durch gezielte Überlastung zum Absturz gebracht.

Anschläge von Islamisten in Frankreich

Dezember 2014

Polizisten erschießen im zentralfranzösischen Joué-lès-Tours einen Mann, der mit „Allahu Akbar“-Rufen („Gott ist groß“) in ein Kommissariat stürmt und mit einem Messer drei Polizisten verletzt. Die Ermittler gehen von einer radikalislamisch motivierten Tat aus. Der Überfall erinnere an Taten, zu denen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufrufe.

Oktober 2012

Bei einem Anti-Terroreinsatz in mehreren französischen Städten erschießt die Polizei den 33-jährigen Dschihadisten Jeremy Sidney in Straßburg und nimmt elf weitere mutmaßliche Islamisten fest. Sidney und seine Kumpane werden für einen Anschlag auf ein jüdisches Geschäft verantwortlich gemacht.

März 2012

Der Attentäter Mohamed Merah erschießt in einer Mordserie insgesamt sieben Menschen. Unter ihnen waren drei Kinder und ein Lehrer einer jüdischen Schule. Augenzeugen berichten, der Täter habe mit einer Minikamera gefilmt und sei geflohen. Bevor der Mann nach rund 32-stündiger Polizeibelagerung seiner Wohnung bei einer Schießerei getötet wurde, hatte er sich als Al-Kaida-Anhänger und Mudschaheddin (Gotteskrieger) bezeichnet.

November 2011

Unbekannte verüben einen Brandanschlag auf die Redaktion des französischen Satireblattes „Charlie Hebdo“. Es brachte am gleichen Tag ein Sonderheft zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien heraus und hatte sich dazu in „Scharia Hebdo“ umbenannt. Als Chefredakteur war „Mohammed“ benannt worden. Das Magazin hatte 2006 die umstrittenen Mohammed-Karikaturen aus Dänemark nachgedruckt und bereits in dem Zusammenhang Drohungen und eine Klage erhalten.

Zu Wochenbeginn war auch das Twitter- und YouTube-Konto des US-Zentralkommandos gehackt worden. Dazu bekannten sich Hacker, die nach eigenen Angaben im Auftrag der Terrormiliz Islamischer Staat gehandelt haben. Das Pentagon blockierte die Seiten schnell und sagte, geheimes Material sei nicht betroffen gewesen.

Von

ap

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

15.01.2015, 16:34 Uhr

Getroffen wurden Seiten militärischer Einheiten, aber auch von Unternehmen bis hin zu einem Pizzarestaurant.

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